Ölpest im peruanischen Amazonas-Regenwald

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Ölpest in Peru
Ölpest in Peru

Im peruanischen Amazonas-Regenwald sind tausende Barrel Rohöl aus einer Pipeline ausgelaufen. Die dortigen Einheimischen leben noch wie vor hunderten Jahren von und mit der Natur. Doch jetzt hat die Ölpest ihre Lebensgrundlage zerstört. Das Wasser ist kontaminiert und Tiere und Pflanzen sterben. Die peruanische Regierung musste in einigen Regionen den Notstand ausrufen.

Schwarze, ölige Brühe ergießt sich in diesen Tagen über Teile des peruanischen Regenwaldes in die Nebenflüsse des Amazonas. Der Grund sind Lecks in der Northern Peruvian Pipeline, betrieben von dem staatlichen Ölkonzern PetroPerú. Bereits Ende Januar und Anfang Februar waren an zwei Stellen Lecks entdeckt worden. Jetzt kam ein drittes dazu. Betroffen sind die Regenwälder in den Regionen Loreto und Amazonas im Norden Perus.

Besonders schlimm trifft die Ölpest die in den Gebieten heimischen Naturvölker. Insgesamt seien etwa 8000 indigener Einwohner betroffen, berichtete die Organisation Amazon Watch (siehe Video). Die Lebensgrundlage dieser Menschen wurde durch das ausgelaufene Öl komplett zerstört. Kakaoplantagen wurden vernichtet, tausende Tiere und Pflanzen sind an der schwarzen Brühe zugrunde gegangen. Auch das Grundwasser in den betroffenen Gebieten ist vergiftet. Die peruanische Regierung musste wegen dem kontaminierten Trinkwasser den Notstand ausrufen. Nun sind die Einheimischen auf Hilfsorganisationen und staatliche Unterstützung angewiesen.

Laut peruanischen Medienberichten sind derzeit rund 300 Arbeiter von PetroPerú im Einsatz und versuchen, die verschmutzen Gebiete so gut es geht zu säubern. Das peruanische Ministerium für Energie und Bergbau hat den Ölkonzern wegen der Katastrophe zu rund 3,6 Millionen US-Dollar Strafe verurteilt.

Der Umweltminister Manuel Pulgar-Vidal sagte, dass es sich bei den drei Lecks wahrscheinlich um keine zufälligen Unfälle handele. Er kritisierte, PetroPerú habe die Pipeline nicht ausreichend gewartet. Veraltete Rohre hätten schließlich zu den drei Lecks geführt. Nun erlebt die Region ihre bis dato schlimmste Umweltkatastrophe. Rund 3000 Barrel Rohöl sollen laut Schätzungen insgesamt ausgetreten sein.

Quelle: Amazon Watch.org

 

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