Obama: Klimawandel die größte Bedrohung

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Barack Obama sagte in seiner wöchentlichen Rede: Es gibt keine größere Bedrohung als den Klimawandel.

Barack Obama hat erneut eindringlich vor der menschengemachten globalen Erwärmung und deren Folgen gewarnt. Sogar das Pentagon sei mittlerweile der Ansicht, dass der Klimawandel ein enormes Risiko für die nationale Sicherheit der USA darstellt, so Obama. Doch noch immer gibt es einige US-Politiker, die nicht an das von den meisten Klimaforschern anerkannte Modell der globalen Erwärmung durch die Freisetzung von immer mehr Treibhausgasen glauben – wie Senator Marco Rubio aus Florida, der 2016 für die Präsidentschaft kandidieren will.

„Es gibt gegenwärtig keine größere Bedrohung für unsere Erde als den Klimawandel“, sagte Obama während seiner wöchentlichen Rede an das Volk. „Der Klimawandel kann nicht länger abgestritten oder ignoriert werden“. Die Welt schaue auf die Vereinigten Staaten und erwarte Maßnahmen. Diese Maßnahmen fänden bereits statt, versicherte der US-Präsident.

Amerika nutze mehr Erneuerbare Energien als jemals zuvor und sei die Nummer eins bei der Windenergie. Außerdem gehe in den USA alle drei Wochen soviel Solarenergie neu ans Netz wie im gesamten Jahr 2008. Auch im Bereich Energieeffizienz seien bereits Maßnahmen getroffen worden, gerade im Fahrzeug- und Gebäudebereich. „Dank all dieser Maßnahmen sind die CO2-Emissionen unseres Landes seit 2007 um sieben Prozent gefallen“, sagte Obama in seiner Videoansprache.

Die USA habe sich außerdem verpflichtet, seine CO2-Emissionen doppelt so schnell zu reduzieren wie bisher, und auch China habe sich erstmals verpflichtet, seine Emissionen zu begrenzen. Dass die zwei größten Wirtschaftsmächte der Welt in diesem Bereich zu einer Übereinkunft gekommen seien, mache Hoffnung darauf, dass auch bei der Weltklimakonferenz im Dezember in Paris endlich ein Weltklimavertrag geschlossen werde, und so die schlimmsten Auswirkungen der globalen Erwärmung doch noch verhindert werden können, so Obama.

Als jüngsten Beweis für die menschengemachte globale Erwärmung führte Obama das vergangene Jahr an. Wetterstationen auf der ganzen Welt hatten in den letzten Monaten bekanntgegeben, 2014 sei weltweit das wärmste Jahr seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gewesen. Außerdem, so Obama, seien allein 14 der 15 global wärmsten Jahre im 21. Jahrhundert gemessen worden.

„Die besten Klimatologen der Welt warnen uns, dass der Klimawandel schon heute die Luft, die unsere Kinder einatmen beeinträchtigt“, so Obama weiter. Sogar das Pentagon sage, die globale Erwärmung stelle ein unmittelbares Risiko für die nationale Sicherheit dar. „Die Tatsache, dass das Klima sich verändert, hat schon heute sehr ernste Auswirkungen auf unser Leben: Stärkere Stürme, längere Waldbrand- und Dürreperioden“.

Doch nicht alle US-Politiker sind so von der Existenz der menschengemachten globalen Erwärmung und deren Gefahren überzeugt wie Obama. Der republikanische US-Senator Marco Rubio beispielsweise, der vor kurzem seine Kandidatur bei den Präsidentschaftswahlen 2016 bekanntgab, erklärt den Klimawandel wie folgt:

„Die Menschheit ist aus folgendem Grund nicht so für den Klimawandel verantwortlich, wie es uns einige Leute glauben machen wollen: Ich glaube das Klima wandelt sich, weil es niemals einen Zeitpunkt gab, an dem es sich nicht gewandelt hat“, so Rubio am vergangenen Sonntag in der US-Politrunde „Face the Nation“. „Die Frage ist, welchen Anteil an diesem Wandel trägt die Menschheit? Wenn wir das tun, was diese Leute uns sagen, wie die Einhaltung von Emmissions-Höchstgrenzen und den Emmissionsrechtehandel, wie sehr wird das die Geschwindigkeit, mit der sich das Klima verändert beeinflussen, verglichen damit, wie viel das unsere Wirtschaft kosten wird?“

Solche Aussagen werfen die Frage auf, wie viel von Obamas Klimaschutzpolitik und seinen heute ergriffenen Maßnahmen noch übrig bleiben wird, wenn Rubio oder ein ähnlich denkender Politiker in den USA an die Macht kommt. Zweifellos muss es weitergehen mit dem Klimaschutz, auch nach der Regierung Obama. Obama selbst hat das begriffen. Er sagte, das Thema globale Erwärmung gehe weit über die Dauer seiner Präsidentschaft hinaus. „Die Erde ist der einzige Planet, den wir haben, und in vielen Jahren will ich unseren Kindern und Enkelkindern in die Augen sehen und ihnen sagen können: Wir haben alles getan, was wir konnten, um euch zu schützen“.

Hier das Video der Rede Barack Obamas zum Klimawandel

 

One Response

  1. Jürgen Frankenberger

    3. Mai 2015 16:35

    Für seine Aussage hat Rubio natürlich mächtig Prügel von Umweltschützern bekommen. Dabei sagt er den Leuten nur durch die Blume die Wahrheit. Der menschen-gemachte Klimawandel kann selbstverständlich genauer definiert werden. Hintergrund ist das Thema “Kriegswaffe Planet Erde”.

    Ich empfehle hierzu das Buch der wunderbaren Trägerin des alternativen Nobelpreises, sechsfache Trägerin von Ehrendoktortiteln, Dr. Rosalie Bertell !

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