Neue Ausgabe des „MehrWERT“-Magazins zum Artenschutz

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© MehrWERT

Um die Öffentlichkeit auf Themen wie Natur- und Artenschutz vorzubereiten und Begeisterung in diesen Themenbereichen zu wecken, geht das Bundesumwelt-ministerium (BMUB) neue  Wege: Es finanziert die Herstellung der Zeitschrift „MehrWERT“ und gibt die Konzeption und Redaktion in die Hände freier Autoren und unabhängiger Journalisten. Das Produkt erscheint mit einer Auflage von 25.000 Exemplaren und ist kostenfrei erhältlich.

In dieser Ausgabe des MehrWERT-Magazins wird über die grandiose Artenvielfalt und das traurige Artensterben berichtet; oder darüber, dass wir Haselmäuse schützen und Wölfe aushalten sollten. „Auch weil der Mensch auf Dauer eine intakte Biosphäre zum Überleben braucht – vom winzigen Bakterium, über die putzige Haselmaus bis hin zum großen Beutegreifer“, so Ilona Jerger, Chefredakteurin von MehrWERT. Bis zum Jahr 2020 soll sich die Wildnis in Deutschland mehr als verdoppeln: das ist das ehrgeizige Ziel der Bundesregierung. Doch ist es überhaupt noch möglich, echte Wildnis in unserer Kulturlandschaft wiederherzustellen? Diese und viele weitere Fragen werden in dem Magazin aufgegriffen.

Beate Jessel, Präsidentin des Bundesamts für Naturschutz, plädiert in der Zeitschrift unter anderem für mehr Natur in den  Ballungszentren – damit sich Kinder auch in Großstädten nicht zu sehr von der Natur entfernen. Sie erklärt: „Wildnisgebiete sind wahre Schatzkammern für die biologische Vielfalt, viele bedrohte Pflanzen, Tiere und Mikroorganismen finden überhaupt nur dort eine biologische Heimat. Das gilt gerade für eher unauffällige Arten wie Pilze, Moose oder Käfer, die in abgestorbenen Bäumen leben.“

Wildnis kann erst dort beginnen, wo sich die Menschen zurückhalten. Das ist allerdings nicht nur in Nationalparks, sondern auch in urbanen Zentren möglich. Das Bundesamt für Naturschutz fördert beispielsweise in Berlin ein „Erprobungs- und Entwicklungsvorhaben, bei dem es um Naturerfahrungsräume geht: Dort sollen sich Kinder frei von Zwang und erhobenem Zeigefinger austoben können. Diese Erfahrung ist für ihre Entwicklung von besonderer Bedeutung.“ Denn Kinder, die die Natur hautnah erleben, werden diese später als Erwachsene wertschätzen und mit größerer Wahrscheinlichkeit schützen wollen.

Auch die Umweltministerin Barbara Hendricks wurde in der Zeitschrift über ihre NaturschutzOffensive 2020 befragt, mit der sie das landesweite Artensterben stoppen will. Zwar gäbe es wieder Luchse und Wölfe in

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Deutschland, allerdings entständen größere Verluste beispielsweise bei Schmetterlings- und Vogelarten. Die Arbeitswert der Bienen stellt sie mit dem Gewinn der Bundesbank im Jahr 2016 gleich und will damit deutlich machen, dass die Natur und ihre „Dienstleistungen“ nicht nur einen kulturellen, sondern auch wirtschaftlichen Wert einbringen.

Inzwischen ist dies die vierte Ausgabe von MehrWERT und begeistert seine Leser.

Quellen:
MehrWERT Magazin
BMUB