Pünktlich zu Halloween: Nestlé & Co brechen Palmöl Versprechen

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Nestlé & Co Palmöl Versprechen
Nestlé & Co Palmöl Versprechen

Nestlé, Hershey und Mars brechen ihr Palmöl Versprechen. Auch diesjährige Halloween Süßigkeiten enthalten Palmöl, das auf Flächen produziert wurde, die eigentlich Orang-Utans, Nashörner und Nebelparder bewohnen sollten.

Das Rainforest Action Network (RAN) stellte vor Kurzem fest, dass Konsumenten durch falsche Versprechen von Nestlé & Co getäuscht wurden. Diese hatten versichert, sie würden ihre Supply Chain überprüfen und verbessern. Doch die nötigen Maßnahmen wurden entweder nach hinten verschoben oder revidiert.

Laurel Sutherlin, Sprecher des RAN, erklärt: „Nestlé, Mars und Hershey haben sich bei ihren Palmölzielen schon zu lange die Rosinen herausgepickt. Es gibt keine weiteren Möglichkeiten, Fehler zu machen, wenn wir die Ausrottung von Tigern, Orang-Utans und Elefanten verhindern wollen.“

So bricht Nestlé seine Palmöl Versprechen

Die Lebensgrundlage dieser Tiere verschwindet mit dramatischer Geschwindigkeit, während lukrative Palmöl Plantagen illegal in tropische Wälder eindringen. Nestlé hatte ursprünglich als Antwort auf Greenpeace’s KitKat Kampagne versprochen, Abholzung in seiner Supply Chain bis 2015 zu beenden. Auf einen Report der RAN hin wurde diese Zusicherung sogar verstärkt. Demnach sollte „ab dem 1. Februar 2013 keine Beschaffung aus Flächen, für die natürliche Flächen zerstört wurden, mehr stattfinden“. Doch dieses Ziel hat Nestlé nicht erreicht.

So bricht Mars seine Palmöl Versprechen

Mars hat auf die Bitte um einen Kommentar über seine Palmöl Versprechen nicht einmal geantwortet. Dabei hatte auch diese Firma zugesagt, die Konflikte der Palmölversorgung bis Ende 2015 gelöst zu haben.

Gemma Tillack, RANs Kampagnendirektor, schließt daraus: „Wir denken, dass diese Marken ihre Konsumenten täuschen, indem sie kontinuierlich behaupten, sie würden das Problem der Abholzung in Angriff nehmen. Gleichzeitig haben sie bis heute noch keine Aktionen in Gang gerufen, um ein klares Stopp an den Regenwälder-Grenzen für ihre Supply Chain zu setzen“

Was kann man tun?

Am sinnvollsten ist es, die Produkte von Nestlé & Co nicht zu konsumieren. Dies hört sich jedoch einfacher an, als es tatsächlich ist. Denn die Kraken von Nestlé, Mars und so weiter sind sind lang und viele Produkte der Hersteller verstecken sich hinter anderen Markennamen. Hier gibt es eine allgemeine Übersicht. Zum Staunen über die Macht dieser Konzerne – und noch besser: zum Ausdrucken und an den Kühlschrank heften. Damit diese Produkte in Zukunft nicht mehr im Einkaufskorb landen.

Palmöl Nestlé & Co
2012 convergencealimentaire.info