„Natürlich Bonn“ informiert über diesjährige Klimakonferenz

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Klimawandel
Mit dem Konzept "Natürlich Bonn" unterstützt Deutschland Fidschi bei der Durchführung der diesjährigen Klimakonferenz.

Die Vorbereitungen für die 23. UN-Weltklimakonferenz sind in vollem Gange. Sie findet vom 6. bis 17. November in Bonn statt. Unter der Präsidentschaft Fidschis werden Abgeordnete aus 197 Staaten zwei Wochen lang über das Pariser Klimaabkommen verhandeln. Bonn wurde als Sitz des UN-Klimasekretariats automatisch zum Veranstalter, da kein Staat zur Konferenz geladen hatte. Umwelt-Staatssekretär Jochen Flasbarth hat nun gemeinsam mit Vertretern der Stadt Bonn sowie der Vereinten Nationen das Konzept „Natürlich Bonn“ vorgestellt und über den Stand der Vorbereitungen gesprochen.

 Erstmalig stellt mit Fidschi einer jener Inselstaaten, die besonders vom Klimawandel bedroht sind, den Klimapräsidenten. Durch den Anstieg des Meeresspiegels wird der Lebensraum von Millionen gefährdet. Premierminister Bainimarama appellierte daher an die Weltgemeinschaft: „Nur wenn sich die ganze Welt zusammentut, können wir die Klimakrise wirksam bekämpfen. Klimawandel betrifft alle Menschen weltweit und besonders die Bewohner von verwundbaren Ländern wie Fidschi. Ich bin überzeugt: Wenn wir im Interesse derjenigen handeln, die am verwundbarsten sind, handeln wir im Interesse aller. Denn wir sind alle verwundbar und wir müssen alle handeln.“

Mit dem Konzept „Natürlich Bonn“ unterstützt Deutschland Fidschi bei der Durchführung der diesjährigen Klimakonferenz. Gemeinsam mit dem UN-Klimasekretariat wurde ein Konferenzkonzept entworfen, das nicht nur Diplomaten, sondern auch nichtstaatlichen Akteuren Spielraum gibt. Das Konzept sieht vor, dass es in Bonn eine sogenannte „Bula Zone“ für Verhandlungen geben wird. Außerdem richten die Veranstalter eine „Bonn Zone“ ein, wo es um konkrete Projekte und Initiativen geht.

Die „Bula Zone“ erstreckt sich über das World Conference Center Bonn (WCCB), den UN-Campus und Teile des Geländes der Deutschen Welle.

Die „Bonn Zone“ wird auf der Blumenwiese in der Rheinaue errichtet. Sie bezeichnet den zentralen Ort für den Austausch von Delegierten, Vertretern aus Wirtschaft und Wissenschaft sowie in begrenztem Maße auch interessierten Bürgerinnen und Bürgern.

Mit der Informationskampagne „Natürlich Bonn“ sollen bis November die Bewohner der Stadt Bonn auf das Großereignis eingestimmt werden. Ab August bietet die Stadt vielzählige Möglichkeiten, um an Aktionen zum Thema Klimaschutz teilzunehmen. Zum Beispiel plant das Bundesumweltministerium Projekte, um Schüler die Themen Klima- und Umweltschutz näherzubringen.

Bonns Oberbürgermeister Ashok Sridharan äußerte sich optimistisch: „Während der Weltklimakonferenz vom 6. bis 17. November blickt die Welt nach Bonn. Mehr als 20.000 Delegierte werden hierzu erwartet. Mit der gemeinsamen Plakatkampagne stimmen Bundesumweltministerium und Stadt die Bonnerinnen und Bonner auf dieses Ereignis ein. Ich hoffe und wünsche mir, dass sich trotz mancher Einschränkungen die Bonner Öffentlichkeit hinter diese Konferenz stellt und wir uns als gute Gastgeber präsentieren. Für Bonn als deutsche Stadt der Vereinten Nationen ist das eine große Chance.“

Quelle: BMUB , BMUB