Nachhaltige Smart Cities Charta

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Smart Cities © Shutterstock
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Digitalisierung ist inzwischen in fast alle Bereiche vorgedrungen. Aus diesem Grund stellte Baustaatssekretär Gunter Adler beim 11. Bundeskongress Nationale Stadtentwicklung in Hamburg auch seine Smart Cities Charta vor. 70 Experten erarbeiteten zuvor Chancen und Risiken einer Digitalisierung von Städten und Gemeinden. Adler wies bei seiner Präsentation jedoch auch gleich auf Fragen hin, welche noch dringend geklärt werden müssen, damit eine nachhaltige Digitalisierung funktionieren kann. Da diese Fragen teilweise schwer zu klären sein könnten, werden Städten und Kommunen auch gleich Unterstützung angeboten.

Jedes Jahr treffen sich Vertreter aus Politik, Verwaltung, Wirtschaft, Wissenschaft und Zivilgesellschaft um gemeinsam Strategien und Instrumente zur Etablierung einer integrierten Stadtentwicklung zu entwickeln. Wichtige Punkte sind dabei die anstehenden ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Herausforderungen in den Städten und Gemeinde. Anlässlich des nun 11. Bundeskongresses der Nationale Stadtentwicklung stellte Baustaatssekretär Gunther Adler nun die Smart Cities Charta vor. Sie beschäftigt sich mit der nachhaltigen Digitalisierung von Städten und Kommunen und weist sogleich Chancen als auch Risiken auf.

Das Vorhaben

Zuvor hatten 70 Experten aus verschiedenen Bereichen von Politik, über Wissenschaft bis hin zu Zivilgesellschaften im Rahmen der Dialogplattform Smart Cities diese Charta erarbeitet. Sie entwickelten hierfür Werte- und Zielverständnisse, bewerteten Chancen und Risiken und entwarfen dazu Leitlinien und Handlungsempfehlungen für eine Smart City.

Adler begründet dieses Vorhaben damit: „Die Menschen wollen lebenswerte Städte. Deshalb müssen wir die Digitalisierung in den Kommunen an den Zielen einer integrierten und nachhaltigen Stadtentwicklung ausrichten und dürfen sie nicht einfach ungesteuert geschehen lassen.“ Eine solche Charta sei wichtig, da eine erfolgreiche und nachhaltige Digitalisierung kein Selbstläufer ist. Damit den Städten und Gemeinden dadurch die Chance für Transparenz und Teilhabe an Sicherung für Wirtschaft, Klima- und Umweltschutz eröffnet werden kann, ist eine aktive Steuerung von Nöten. „Kommunen müssen heute schon entscheiden, auf welche Strategien, Technologien, Kompetenzen und Infrastrukturen sie setzen wollen. Damit bestimmen sie ihre und unsere Zukunft für die nächsten 20 bis 30 Jahre“, so Adler.

Wichtige Fragen

Trotz dieser Vorteile birgt dieses Vorhaben jedoch auch Herausforderungen, wie z.B. große Datenmengen und vernetze Systeme, die neue Fragen zu Datenschutz und IT-Sicherheit nach sich ziehen. Diese sind zum Beispiel:

  • Wem gehören all die Daten, die in der Smart City generiert werden?
  • Wie werden sie verwendet und von wem?
  • Was kostet es die Kommunen, die Daten dauerhaft und sicher bereitzustellen?
  • Und welche Daten bringen die Unternehmen in den Datenpool ein?

Um Städte, Kreise und Gemeinde mit diesen Fragen nicht ganz alleine dastehen zu lassen sicherte Adler Unterstützung zu. „Der Bund wird die Kommunen auf ihrem Weg zur Digitalisierung und Vernetzung nicht alleine lassen. Wir wollen die fruchtbaren Diskussionen in der Dialogplattform Smart Cities fortsetzen und sehen uns auch in der Pflicht, die Kommunen künftig stärker bei der Entwicklung und Umsetzung von nachhaltigen und integrierten Smart City-Ansätzen zu unterstützen – nicht nur national, sondern auch international. Denn die Digitalisierung findet wie die Urbanisierung weltweit statt.“

Quellen: BMUB, Nationale-Stadtentwicklungspolitik.de