München elektrisiert – sich selbst und andere

,



Neues vom e-Monday – dem Münchner Stammtisch für Elektromobilität

Tesla testen – Vater des Smart –  Ab 2020 fährt jedes zweite Fahrzeug mit Elektroantrieb

Die Münchner haben sich den letzten Montag im Monat gemerkt und kamen zahlreich. Es gab über 100 Anmeldungen aus der gesamten Region und die private Initiative etabliert sich als fester Treffpunkt. Leider oder zum Glück konnten dann doch nicht alle erscheinen, denn der Saal platzte auch so aus allen Nähten.

Besonderer Gast des Abends war Professor Johann H. Tomforde, der „Vater des Smart“. Er hat sich, nachdem er am Nachmittag vom e-Monday hörte, zu einer kurzen Stippvisite entschlossen und wir haben uns sehr über seinen Besuch gefreut.

Die gesamte Teilnehmerschaft war bunt gemischt. Bekannte Gesichter und neue Wissbegierige, Damen wie Herren, Junge wie Erfahrene, aus Politik, Forschung und Wirtschaft rund um die „Elektrische Mobilität“. Die beiden Initiatoren werden für das dritte Netzwerktreffen am 31. Mai vermutlich über einen größeren Saal nachdenken müssen, um dem herrschenden Andrang und regen Interesse gerecht werden zu können.

Ein Highlight des Abends war ein Kurzreferat von Dr. Jan Traenkner. Er ist Mitverfasser einer Studie zum Markt elektrisch angetriebener Fahrzeuge. In ihrer Arbeit unter dem Titel „Zum E-Auto gibt es keine Alternative“ stellen die Autoren sieben Thesen auf, die in sich schlüssig und nachvollziehbar sind. Wie Jan Traenkner und seine Kollegen zu ihren Beurteilungen und Aussagen kommen, lesen Sie in Kürze in einem Interview mit ihm. Die Kernaussage und Thesen sind:

Im Jahr 2020 hat jedes zweite neue Fahrzeug einen Elektroantrieb.

1. Spätestens in zehn Jahren ist das E-Auto ein Massenprodukt
2. Das E-Auto startet jetzt und heute als neues Lifestyle-Produkt
3. Das Elektroauto ist keine Produktvariante – es ist ein Systemwechsel
4. Das Elektroauto benötigt keine kostspielige Infrastruktur zum Erfolg
5. Die vorhandene E-Auto-Technologie ist bereits „gut genug“
6. Die Batteriekosten sind 2015 auf einem massentauglichen Niveau
7. Die Elektrifizierung der Autos ist zwingend und alternativlos

Doch wann und wie wird das E-Auto wirklich zu einem Massenprodukt? Welche Berechtigung haben batteriebetriebene Elektrofahrzeuge – ökonomisch wie ökologisch – im Individualverkehr und wie schnell werden sie sich durchsetzen können? Bain & Company, Initiator der Studie, beleuchtet die Marktchancen, die ökologische Berechtigung sowie die ökonomische Machbarkeit der Elektrifizierung und analysiert die Herausforderungen, vor denen die Automobilindustrie heute steht.

Auch der praktische Wert des e-Monday stellte sich heraus. Die Frage im März, wer denn mit einem Elektro-Fahrzeug gekommen ist, hat Tim Ruhoff von Next Generation Mobility wörtlich genommen und gleich einen Tesla mitgebracht. Er lud die Teilnehmer zu einer kurzen “Erfahrung” mit dem außergewöhnlichen Sportwagen ein. Der „Eye-Catcher“ der repräsentativ vor dem „Weissen Brauhaus“ geparkt war, stieß auch bei allen Passanten auf großes Interesse und initiierte gleich eine rege Diskussion in der Öffentlichkeit.

Rundum, es war wieder ein gelungener Abend. Interessante Gespräche zu einem gemeinsamen Ziel: Wir mobilisieren unsere Zukunft – elektrisch

Bis nächsten e-Montag dann! Aber bitte vorher anmelden.

Jan Glänzer

 

Leave a Reply