„mobil gewinnt“ – für einen nachhaltigen Arbeitsweg

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Auftaktveranstaltung "mobil gewinnt"
Die Initiative "mobil gewinnt" startete mit einer Auftaktveranstaltung am 15. Mai © Rainer Kant

Bereits die Studie „Umweltbewusstsein in Deutschland 2016“, deren Ergebnisse im letzten Monat veröffentlicht wurden, hat deutlich gezeigt: die Deutschen wünschen sich eine nachhaltige Mobilität und möchten, insbesondere auf dem Weg zur Arbeit, nicht mehr so stark auf das Auto angewiesen sein. Wie lässt sich nun also der Arbeitsweg bequemer und schneller, das Verkehrssystem sich moderner und nachhaltiger gestalten?

Dieser Frage widmet sich die gemeinsame Initiative von Bundesumweltministerium (BMUB) und Bundesverkehrsministerium (BMVI) „mobil gewinnt“. Die Initiative beinhaltet kostenlose Erstberatungen für Unternehmen, die über Möglichkeiten des betrieblichen Mobilitätsmanagements informieren sollen, sowie einen bundesweiten Ideenwettbewerb. Die Initiative richtet sich an privatwirtschaftliche und kommunale Unternehmen, die sich mit ihren Konzepten in vier verschiedenen Kategorien bewerben können:

KMU-Betrie
In dieser Kategorie sind Vorhaben zu betrieblichem Mobilitätsmanagement in Betrieben mit bis zu 249 Mitarbeitern erwünscht. Das Vorhaben kann sich auch auf mehrere Standorte eines Betriebs beziehen.

Großbetrieb
In dieser Kategorie sind Vorhaben zum Mobilitätsmanagement in Betrieben mit mindestens 250 Mitarbeitern erwünscht. Auch hier kann sich das Vorhaben auf mehrere Standorte eines Betriebs beziehen.

Überbetriebliche Verbundprojekte
In dieser Kategorie können Bewerbungen eingereicht werden, wenn sich das Vorhaben zu betrieblichem Mobilitätsmanagement auf verschiedene Betriebe (z. B. in einem Gewerbe-/Industriegebiet, einem Stadtteil oder einer abgegrenzten Region) bezieht.

Öffentlich-private Kooperationen
Diese Kategorie ist für Vorhaben zu betrieblichem Mobilitätsmanagement gedacht, die in Zusammenarbeit eines öffentlichen Hoheitsträgers, insbesondere einer Kommune, und Betrieben umgesetzt werden sollen. Auch hier sind ein federführender Ansprechpartner sowie alle weiteren beteiligten Akteure zu benennen.

„Mit der Initiative ‚mobil gewinnt‘ möchten wir Unternehmen einladen, gute Konzepte für die betriebliche Mobilität zu entwickeln. Wir sehen hier die Chance, dass Unternehmen, Beschäftigte und Umwelt gleichermaßen profitieren können. Mobilitätsmanagement kann Kosten reduzieren und Stress vermeiden. Gleichzeitig können durch die Reduzierung von Treibhausgasen, Schadstoffen, Lärm und Flächenbedarf die Umwelt geschützt und die Lebensqualität für die Menschen erhöht werden“, erklärt Rita Schwarzelühr-Sutter, Parlamentarische Staatsekretärin bei der Bundesministerin für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit.

„Heute gilt: Wer mobil ist, hat die Nase vorn. Wir wollen die Mobilität der Bürger erhalten und verbessern und gleichzeitig Emissionen und Belastungen wie Stress, Lärm- und Abgasemissionen ausgelöst durch Staus, Unfälle oder Fahreinschränkungen reduzieren“, erläutert Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, die Ziele der Aktion. „Die Initiative ‚mobil gewinnt‘ wird einen Beitrag dazu leisten, die Mobilität in den Städten effizienter und umweltschonender zu gestalten. Unser Ziel ist: eine intelligente Verknüpfung der Verkehrsmittel in einem nachhaltig gestalteten Verkehrssystem der Zukunft.“

Bis zum 15. Oktober haben die Bewerber Zeit ihre Ideen einzureichen. Am 13. Dezember dann werden die besten Konzepte im Rahmen einer Abschlussveranstaltung präsentiert und ausgezeichnet. Diese Projekte haben dann die Chance im nächsten Schritt eine Förderung durch das BMVI zu erhalten.

Quellen:
https://mobil-gewinnt.de/