MieterStrom – Energie direkt vom Erzeuger

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Energiewende 2.0 - MieterStrom

Die Stadtwerke Schwäbisch Hall GmbH werden künftig mit dem neu gegründeten Münchener Unternehmen Urbane Energie zusammenarbeiten, um es auch Eigentümern und erstmals sogar Mietern von Mehrfamilienhäusern zu ermöglichen, aktiv an der Energiewende teilzunehmen. Dazu wollen sie gemeinsam sogenannte Mieterstrom-Projekte abwickeln und voranbringen. Bei diesen Projekten wird Erneuerbare Energie direkt vor Ort erzeugt (beispielsweise mit Solarmodulen oder KWK-Anlagen) und von den Mietern gemeinschaftlich genutzt – eine Energiewende 2.0.

Große Mehrfamilienhäuser bieten grundsätzlich besonders gute Voraussetzungen für Solar- und KWK-Anlagen. Mieterstrom-Projekte erfreuten sich in der Vergangenheit entsprechend großer Beliebtheit. Doch bei einer Reform des EEG im Jahr 2014 wurde das solare Grünstromprivileg abgeschafft. Davor konnten Eigentümer von Mietshäusern, die Solaranlagen installiert hatten, und diesen Strom ausschließlich an ihre Mieter verkauften, zwei Cent je Kilowattstunde bei der EEG-Umlage sparen. Seit dem 1. August 2014 muss jedoch die volle EEG-Umlage gezahlt werden und es lohnte sich für die Eigentümer von Wohnanlagen und Mehrfamilienhäusern fortan weniger, in Mieterstrom-Projekte zu investieren.

Durch die Zusammenarbeit der Stadtwerke Schwäbisch Hall und Urbane Energie sollen diese Projekte jetzt wieder attraktiver werden – für die Eigentümer und auch für die Mieter. Dr. Harald Will, Gründer von Urbane Energie, erklärt das gemeinschaftliche Konzept „MieterStrom“:

„Die Einspeisung dezentral erzeugter Energie wird so umgesetzt, dass die Energieerzeugung, Speicherung und der direkte Verbrauch vor Ort optimal aufeinander abgestimmt sind. Die Nutzung des öffentlichen Netzes wird dabei so optimiert, dass weniger Netzentgelte anfallen und die Betreiber dezentraler Energieanlagen, Mieter und Haus-eigentümer gemeinsam profitieren und Geld sparen können“.

Energiewende 2.0

Bislang konnten nur Eigentümer von Immobilien vom Ausbau der Erneuerbaren Energien profitieren, während die meisten Mieter bis auf die Wahl eines Ökostrom Tarifs nicht in der Lage waren, aktiv an der urbanen Energiewende teilzunehmen. Der Service MieterStrom von den Stadtwerken Schwäbisch Hall und Urbane Energie ermöglicht die kleinteilige Vermarktung der Energie aus dezentralen Energieprojekten direkt an die Kunden. Dadurch bietet sich Eigentümern von Mehrfamilienhäusern und erstmals den Mietern selbst die Möglichkeit, sich aktiv an der Energiewende zu beteiligen, betont Dr. Will in einer Pressemeldung.

Das neue Geschäftsmodell werde unter anderem durch das Dienstleistungssystem SHERPA der Stadtwerke Schwäbisch Hall getragen. Ronald Pfitzer, Geschäftsführer der Stadtwerke Schwäbisch Hall, erklärt: „Der Clou der SHERPA-Dienstleistung: in nur einem Vertrag und einem Zähler pro Kunde kann die Energielieferung und -rechnung aus dezentralen Erzeugungsanlagen sowie der Energiebezug aus dem Netz abgebildet werden.

Das neue Unternehmen Urbane Energie wird im Zuge der Partnerschaft die Mieterstrom-Projekte entwickeln, umsetzen und die lokalen Energieerzeuger bei der Vermarktung ihres produzierten Stroms an die Letztverbraucher unterstützen. Die Stadtwerke Schwäbisch Hall ist für die energiewirtschaftlichen Dienstleistungen im Rahmen der Projekte zuständig. Dazu zählen die Bereiche Kundenwechsel, Marktkommunikation, Abrechnung, Forderungsmanagement und Kundenservice.

Über das Projekt MieterStrom können sich Interessenten auf der Homepage von Urbane Energie informieren. Details über das Dienstleistungssystem SHERPA sind auf der Homepage der Stadtwerke Schwäbisch Hall verfügbar. Dort finden Sie auch die Kontaktdaten der jeweiligen Ansprechpartner.

Quelle: Urbane Energie (pdf)

 

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