Microgreens anbauen – im Haus, auf dem Balkon, im Garten

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Microgreens anbauen
Microgreens: eine gute Ergänzung für Salate, Gemüse, Quark und mehr. © Nadine Wahl

Sie sind klein, schmackhaft und es gibt sie in unterschiedlichsten Farben: Microgreens. Die pflegeleichten Pflanzen stecken voller Nährstoffe und sind dadurch eine gute Ergänzung für Salate, Gemüse, Quark und mehr. Wer eine helle Fensterbank übrig oder gar einen Balkon oder Garten zur Verfügung hat, für den können sie eine gute Möglichkeit sein, einfach und selbst im Winter an frisches Grün zu kommen. Wie kann man am besten Microgreens anbauen und was sind sie genau?

Was sind Microgreens?

Mircrogreens sind die Jungvarianten verschiedenster Pflanzen, die nach zwei bis drei Wochen und damit in einem frühen Stadium geerntet werden. Im Gegensatz zu Sprossen wachsen sie im Substrat, sollten Licht bekommen, werden in der Regel ohne Wurzel gegessen und erst dann geerntet, wenn schon ein paar Blätter außer den Keimblättern (also die allerersten Blättchen) zu sehen sind.

Welche Pflanzen eignen sich?

Es gibt viele mögliche und ganz unterschiedliche Pflanzen, die sich als Microgreens anbauen lassen.

Für Anfänger eigenen sich insbesondere: Erbsen, Spinat, Rote Beete, Radieschen, Rettich und Salate. Außerdem können zum Beispiel Mais, Zitronengras, Senf, Kürbis, Sonnenblume und Hanf als Microgreens verspeist werden.

Wann macht der Anbau als Microgreens Sinn?

Wenn man bedenkt, dass aus einem Rote-Beete-Saatkorn entweder ein paar kleine Blättchen oder eine ganze Knolle wachsen können, so ist klar, dass es deutlich effizienter ist, die Pflanze weiter reifen zu lassen.

Trotzdem kann es in bestimmten Fällen sinnvoll sein, Pflanzen als Microgreens anzubauen und zu essen:

  • wenn man keine andere Möglichkeit zum Anbau hat, z.B. wegen Platzmangels;
  • um älteres Saatgut sinnvoll und zügig aufzubrauchen;
  • um von höherem Nährstoffgehalt zu profitieren;
  • um einen kleinen Schritt in Richtung Selbstversorgung zu gehen.

Weitere Infos und eine ausführliche Anleitung (auf Englisch) gibt es hier .

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Nadine Carolin Wahl schreibt als Freie Autorin über Selbstversorgung und alternative Lebensweisen. Aktuell tüftelt Sie mit Ihrem Partner an der „Ferme de la Culture Sauvage“, dem Hof der Wilden Kultur in den französischen Vogesen.