Mercedes schraubt weiter an Elektrooffensive

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Daimler steckt eine Milliarde in US-Werk für die Produktion der Generation EQ.
Generation EQ. Solche Elektro-SUV werden ab 2020 in Tuscaloosa produziert.

Die Elektrooffensive des Daimler-Konzerns rollt weiter. Künftig sollen in einem US-Werk Elektrofahrzeuge der Produktions- und Technologiemarke EQ vom Band laufen. Die Generation EQ wurde beim Pariser Autosalon vergangenes Jahr als neue Marke der Weltöffentlichkeit präsentiert. Mehr dazu hier. Nun sollen im SUV-Werk Tuscaloosa (Alabama) Elektrovarianten in die bestehende Serienproduktion GLE/GLS integriert werden. Zusätzlich plant Mercedes den Bau einer eigenen Batteriefabrik in unmittelbarer Nähe des Werks. Insgesamt veranschlagt der Konzern eine Milliarde Dollar für die Erweiterung der bestehenden Produktion.

Dass sich SUV in den USA hoher Beliebtheit erfreuen, ist nicht neu. Derzeit laufen in dem Werk in Tuscaloosa über 300.000 Fahrzeuge jährlich vom Band. Zu den SUV-Modellen GLE, GLE Coupé und GLS sollen sich ab 2020 auch die elektrischen Crossover der EQ-Marke gesellen. Dafür nimmt Mercedes richtig Geld in die Hand. Insgesamt soll über eine Milliarde Dollar in die Erweiterung des industriellen Engagements in der Region investiert werden. Dadurch entstehen voraussichtlich auch 600 neue Arbeitsplätze. Neben der neuen Modellreihe plant Mercedes den Bau einer Batteriefabrik. Auch ein Global Logistics Center soll in Alabama entstehen.

„Zum 20-jährigen Produktionsjubiläum des Mercedes-Benz Werks Tuscaloosa bringen wir unsere Elektrooffensive in die USA und stärken unser industrielles Engagement in Alabama mit einer Investition von 1 Milliarde US-Dollar“, erklärt Bereichsvorstandsmitglied für Mercedes-Benz Cars, Produktion und Supply Chain, Markus Schäfer. Und weiter: „Mit Produktionsstandorten für Elektrofahrzeuge und Batterien in Europa, China und jetzt den USA ist unser globales Netzwerk bereit für die Elektromobilität. In unserem hochmodernen Werk in Tuscaloosa können wir künftig Elektrofahrzeuge, Hybride und Fahrzeuge mit klassischem Verbrennungsmotor flexibel auf einer Linie produzieren und flexibel auf die Nachfrage unserer Kunden reagieren.“

Fünfte Batteriefabrik von Mercedes

Bis 2022 wollen sie ihren Kunden in jedem Segment mindestens eine elektrifizierte Variante anbieten. Mehr als 50 Modelle mit Elektroantrieb, die entweder komplett auf Strom setzen oder als Hybrid über die Straße rollen. Bis 2025 sollen rund 25 Prozent des Umsatzes aus Elektroautos kommen. Für sinkende Preise bei den Produktionskosten sollen auch geringere Batteriepreise sorgen.

Daher baut Mercedes in unmittelbarer Nähe des Werks in Tuscaloosa die weltweit fünfte Batteriefabrik. Insgesamt will Mercedes 1,18 Milliarden Dollar in die globale Batterieproduktion fließen lassen. Neben Tuscaloosa stehen zwei Fabriken im sächsischen Kamenz, eine in Stuttgart sowie eine in Peking.

Quelle: Daimler