Melonenschale und Radieschengrün – Gemüse und Obst ganz aufessen

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Gemüse und Obst - Kohlrabiknolle im Beet
Nicht nur die Knolle, auch die Blätter des Kohlrabi sind essbar. © Nadine Carolin Wahl

Manchmal verbirgt sich mehr hinter einer Sache, als man im ersten Moment annehmen würde. So ist es zum Beispiel ganz normal, die roten Radieschen zu essen – und ihre grünen Blätter ungenutzt weg zu werfen. Dabei gibt es Menschen, die genau daraus Suppen kochen, für die der Radieschen-Salat dann „nur“ die Vorspeise ist. Ein Buch gibt Anregungen für das Kochen vom Blatt bis zur Wurzel.

Vom Blatt bis zur Wurzel

Die Idee, Gemüse und Obst möglichst vollständig zu nutzen ist alles andere als neu – aber in Vergessenheit geraten. Hier setzen die Autoren des Buches „Leaf to Root“ an. In ihrem umfassenden Werk haben sie alte und neue Informationen und Rezepte zusammen getragen – allesamt mit dem Ziel, möglichst alles von der Pflanze zum Essen zu verwenden. Verfasst wurde das Buch von Esther Kern, Journalistin und Gastrokritikerin, Pascal Haag, vegetarischer Koch und Rezepteentwickler, und Sylvan Müller, Food-Fotograf.

Obst und Gemüse ganz aufessen

Die Möglichkeiten der Leaf to Root Küche sind – wenn auch fast vergessen – schier unendlich. Das Buch und die Webseite enthalten eine Auswahl von über 70 vegetarischen Gerichten. Darunter zum Beispiel Melonenschalen-Pickles oder -chutney, Limonade aus Gurkenschalen, Brokkoliblätter-Chips, kandierter Fenchelstängel, gekochte oder im Teig ausgebackene Blüten von Hafer- oder Schwarzwurzel – und nicht zu vergessen: Bananenschalen-Pfannkuchen.

Wo gibt es ganzes Obst und Gemüse zu kaufen?

Kauft man im Supermarkt die abgepackten Karotten, stellt sich die Frage nach der Verwendung des Karottengrüns erst gar nicht. Bananenschalen-Pfannkuchen sollten wiederum nur aus ungespritzten Bananen zubereitet werden. Und so ist es für das Kochen mit dem ganzen Obst und Gemüse besonders wichtig, sich mit der Herkunft der genutzten Lebensmittel auseinander zu setzen. Am besten bezieht man diese deshalb direkt beim Gemüsegärtner, zum Beispiel vom Markt oder Hofladen, denn sie verkaufen die Lebensmittel noch weitestgehend komplett. Der  persönliche Kontakt oder Biozertifizierung stellen sicher, dass man weniger unerwünscht gespritzte Ware erhält.