LED-Umstieg mit Leasing, Miete oder Contracting?

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Energieeffizienz

Um den CO2-Ausstoß schneller zu senken, legt die Politik der Wirtschaft Daumenschrauben an: Bis zum 5. Dezember muss ein Großteil der deutschen Unternehmen seinen Energieverbrauch in gesetzlich verpflichtenden Energieaudits offen legen. 

Ziel ist die Aufdeckung von Sparpotenzialen. Allerdings ist deren Realisierung nicht zum Nulltarif zu haben: Experten schätzen, dass etwa 90 Milliarden Euro an Investitionen fließen müssten, um das Klimaziel zu erreichen.

Die Beleuchtung ist ein unterschätzter Energieschlucker.
Eine Alternative zum Kauf energieffizienter LED-Lichtsysteme bieten Leasing, Contracting oder das Mietkonzept der Deutschen Lichtmiete. Welche Vor- und Nachteile haben sie für den Nutzer?

Einfach auslagern mit Contracting?
Bereits seit über 20 Jahren wird in Deutschland das Energie-Contracting genutzt. Es erlaubt die Auslagerung kompletter Energieeffizienzprozesse an einen spezialisierten Dienstleister. Dieser übernimmt Konzeption, Planung und Umsetzung von Effizienzmaßnahmen, deren Finanzierung sowie auf Wunsch sogar Wartung und Betrieb.

Als Contractor traten bisher etwa Energieversorger, Finanzinstitute oder Anlagenbauer in Erscheinung. Vor dem Rundum-Sorglos-Paket stehen hoch komplexe Vertragsverhandlungen: Für Contracting-Verträge gibt es keinen Standard. Deshalb sind deren steuerliche und finanzielle Auswirkungen in jedem einzelnen Fall zu prüfen. Nach Ansicht von Experten ist Contracting daher nur für sehr große Effizienzvorhaben sinnvoll. Stimmt der Zuschnitt, erlaubt es die Auslagerung von Produkt- und Haftungsrisiken und kann Einspargarantien von 20 bis 30 Prozent realisieren. Der Kunde trägt dabei das Risiko, dass zugesagte Einspargarantien nicht eingehalten werden. Auch die Wahl des Vergütungsmodells kann Tücken bergen: Bemisst sich das Honorar des Contractors nach der Höhe der Investition, fällt die Projektierung womöglich überdimensioniert aus. Zu klein und damit zu wenig nachhaltig können Anlagen geraten, bei denen der Contractor prozentual an den Einsparungen verdient.

Unkomplizierte Finanzierung durch Leasing?
Als einfache Businesslösung präsentiert sich das Leasingkonzept: Fast alles, von Maschinen über Bürotechnik bis hin zu ganzen Fuhrparks, kann heute ohne Kapitalbindung geleast werden. Dabei werden in erster Linie Baukasten-Lösungen angeboten, da sich die Anbieter vorrangig auf den Finanzierungsaspekt konzentrieren und dazu oft mit mehreren Herstellern zusammenarbeiten. Kommt es zu Produktschäden oder -mängeln, muss der Leasingnehmer seine Ansprüche selbst gegen den Lieferanten oder Hersteller durchsetzen. Fällt das Unternehmen für eine Gewährleistung aus, bleibt der Leasingnehmer auf seiner Leasingrate sitzen. Daher raten viele Experten davon ab, bei modernen Technologien wie der LED-Beleuchtung auf ein Leasing-Modell zu setzen. Und auch aus steuerlicher Sicht ist Leasing weit komplexer als sein Ruf.

Einfach, unkompliziert und effizient: Das Mietmodell
Die wohl unkomplizierteste Lösung, um die Gesamtkosten für den Lichtstromverbrauch ohne Kapitaleinsatz rasch um 15 bis 35 Prozent zu senken, stellt die Miete dar. Bei der Miete entfallen neben dem Haftungsrisiko auch der Aufwand für Auswahl und Einrichtung des neuen Systems. Ein Vermieter ist schon aus eigenem Interesse an der Langlebigkeit und Zuverlässigkeit seiner Produkte interessiert – „ein Grund, aus dem die Deutsche Lichtmiete ihre reparablen und komplett recycelbaren LED-Leuchten selbst und ausschließlich in Deutschland herstellt“, erläutert Marco Hahn. Der Nutzer erhält ein hochwertiges Lichtsystem auf dem neuesten Stand, das eine bessere Ausleuchtung gewährleistet, nimmt für die Umrüstung kein Geld in die Hand und spart dennoch vom ersten Tag an: Die Kostenersparnis durch den drastisch reduzierten Verbrauch ist höher als die monatliche Mietrate. Nach Umrüstung bleiben 15 bis 35 Prozent der bisherigen Ausgaben für Lichtstrom als Liquiditätsplus im Unternehmen.

 

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