Lebensmittel retten mit foodsharing.de

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Durch Foodsharing geretteter Kohlrabi, gehalten von zwei Händen vor einem grünlichen Hintergrund.
Mit foodsharing.de kann man Lebensmittel-Verschwendung vermeiden © Nadine Carolin Wahl

Dass es keine gute Idee ist, Lebensmittel wegzuwerfen, die noch genießbar sind, ist kein Geheimnis. Genauso wie die Tatsache, dass dies noch immer viel zu viel passiert. Allerdings gibt es verschiedene Möglichkeiten, diese Verschwendung zu reduzieren: den Einkauf beim Bauern direkt; auch mal die nicht mehr so hübschen Gemüse und Früchte kaufen; auf das Mindesthaltbarkeitsdatum pfeifen und den Sinnen vertrauen,… oder auch: foodsharing.de.

Wer oder was ist „Foodsharing“?

Der Foodsharing e.V. ist ein Verein, der es sich zum Ziel gemacht hat, Menschen und Betriebe zusammen zu bringen, um die Lebensmittelverschwendung zu reduzieren. Über die Plattform foodsharing.de kommen die Menschen und Betriebe, die Lebensmittel übrig haben, mit denen zusammen, die diese retten können und wollen.
Laut den Angaben auf foodsharing.de wurden durch Foodsharer und Foodsaver bis heute bereits 8.754.310 Kilo an Lebensmitteln vor dem Abfall gerettet.

Vom Wochenmarkt in Leipzig gerettete Lebensmittel. © Nadine Carolin Wahl

Wie wird man „Foodsharer“?

Über die Online-Plattform wird das Lebensmittelretten organisiert. Dort kann man sogenannte „Essenskörbe“ einstellen, also Lebensmittel, die man abgeben möchte, und genauso Essenskörbe anderer anfragen, an denen man Interesse hat.

Wie wird man „Foodsaver“?

Ebenfalls über die Plattform wird die Arbeit der Foodsaver koordiniert. Die Idee ist, dass Betriebe überschüssige Lebensmittel, die zum Beispiel Dellen haben oder etwas älter sind, den Menschen zur Verfügung stellen, denen diese „Makel“ nichts ausmachen. Solche Betriebe sind zum Beispiel Bäckereien, Marktstände (egal ob Gemüsestand, Metzgerei, Käsestand), Reformhäuser, Supermärkte und sogar Weihnachtsmärkte und Festivals.

Foodsaver kann werden, wer…

1) … das Foodsaver-Quiz auf foodsharing.de erfolgreich absolviert hat
Dabei geht es darum, sich mit den Hintergründen und Prinzipien vertraut zu machen. Foodsharing legt viel Wert auf Verlässlichkeit und ein gutes Auftreten gegenüber den Betrieben, die Lebensmittel abgeben. Im Quiz stellt man unter Beweis, dass man die wichtigsten Hintergründe kennt.
2) … drei Einführungsabholungen mitgemacht hat
Hat man das Quiz geschafft, wird man von einem der Botschafter in der Region angeschrieben und bekommt Terminvorschläge für die sogenannten „Einführungsabholungen“, um die Praxis kennen zu lernen. Nach den Abholungen gibt der jeweilige (erfahrene) Mitabholer ein kurzes Feedback zur Abholung an den Botschafter raus.
3) … schließlich seinen Ausweis in der Hand hält
Gab es bei den Einführungsabholungen keine Probleme, bekommt man seinen Foodsaver-Ausweis, den man bei der Abholung bei den Betrieben vorzeigt. Ab sofort kann man sich für Betriebe und Termine eintragen und unkompliziert und flexibel Lebensmittel retten.

Fazit: Lebensmittel zu retten ist einfach und wichtig. Und foodsharing.de erleichtert dies sogar noch einmal, in dem es Foodsharer mit Foodsharern und Betriebe mit Foodsavern zusammen bringt.

Erfahre mehr darüber, wie Du deinen Konsum noch verantwortungsvoller gestalten kannst. Einfache Ideen, um mehr selber zu machen und interessante, faire Produkte helfen dabei – mittwochs auf cleanenergy-project.de.

Nadine Carolin Wahl schreibt als Freie Autorin über Selbstversorgung und alternative Lebensweisen. Aktuell tüftelt Sie mitIhrem Partner an der „Ferme de la Culture Sauvage“, dem Hof der Wilden Kultur in den französischen Vogesen.