Konventionelle Energien weit höher subventioniert als Ökostrom

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Kohlekraftwerk bei Sonnenaufgang

Erneuerbare Energien werden in Deutschland deutlich weniger subventioniert als Kohle- und Atomstrom. Zu diesem Ergebnis kommt das Forum Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) in einer von Greenpeace Energy in Auftrag gegebenen Untersuchung.

Laut den FÖS-Wissenschaftlern betrugen die versteckten Kosten konventioneller Energien im Jahr 2012 rund 40 Milliarden Euro. Diese müssen von der Bevölkerung zwar getragen werden, tauchen in der Stromrechnung aber nicht auf. Sie werden stattdessen für gewöhnlich in Form von Steuern und Abgaben von den Verbrauchern eingezogen.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien wurde 2012 über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) mit etwa 17 Milliarden Euro gefördert. Die Kosten wurden dabei direkt über die sogenannte EEG-Umlage auf den Stromrechnungen der Verbraucher sichtbar: 3,59 Cent pro Kilowattstunde Strom betrug die Umlage im letzten Jahr. Dieses Jahr liegt die Ökostrom-Umlage bei 5,28 Cent pro Kilowattstunde.

Würde man die versteckten Förderkosten der konventionellen Energien analog zur EEG-Umlage transparent machen, würde sich für das Jahr 2012 ein Wert von 10,2 Cent pro Kilowattstunde Strom ergeben. Marcel Keiffenheim, Leiter Energiepolitik bei Greenpeace Energy, erklärt in diesem Zusammenhang: „Diese Rechnung entlarvt die Versuche der Atom- und Kohlelobby, die Erneuerbaren als Preistreiber darzustellen.“ Unterm Strich seien, so Keiffenheim, Wind, Wasser und Sonne die günstigste Art der Stromversorgung.

Corinna Lang

 

One Response

  1. Joachim Zöller

    22. März 2014 20:41

    Sehr geehrte Damen und Herren,
    ich habe mir das besgate Gutachten genau angeschaut und kann weit und breit nichts von den 40 Milliarden Euro Subvention pro Jahr finden. Dehalb meine Frage: woher stammen denn die Zahlen ? Wo sind diese dokumentiert ?

    Über eine kleine Antwort würde ich mich freuen.

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