Konsumenten unterschätzen, was SmartHome-Technologie schon heute kann

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SmartHome-Technologie kann heute schon mehr, als viele glauben ©Bosch
SmartHome-Technologie kann heute schon mehr, als viele glauben ©Bosch

Ein Ofen, der Rezepte vorschlägt? Eine Heizung, die mit dem Fenster spricht, um Energie zu sparen? Das vernetzte Zuhause ist längst keine Zukunftsmusik mehr – aber kennen Verbraucher diese Möglichkeiten? Offenbar sind viele der technischen Optionen noch nicht zu den Konsumenten durchgedrungen, so das Ergebnis einer Umfrage von Bosch unter 6000 Twitter-Nutzern in Deutschland, Frankreich, Großbritannien, Österreich, Spanien und den USA.

SmartHome-Technologie kann dabei helfen den Alltag bequemer zu gestalten, Energie und Geld zu sparen und das Zuhause besser abzusichern. Das Wissen um diese Optionen scheint bei der Bevölkerung allerding nicht mit der schnellen technischen Weiterentwicklung Schritt halten zu können. Zwei Drittel der Befragten wissen, dass ein Smart Home das Licht automatisch ausschalten kann, wenn die Bewohner das Haus oder ein Zimmer verlassen. Dass aber ein Backofen heute schon passende Rezepte vorschlagen kann, können sich lediglich 22 Prozent vorstellen. Im Ländervergleich ist bemerkenswert, dass Twitter-Nutzer aus Frankreich der Smart-Home-Technologie durchweg mehr zutrauen als beispielweise Briten, Amerikaner oder Österreicher. Deutsche hingegen halten – wie auch die Spanier – vieles noch für Zukunftsmusik, was bereits zur Verfügung steht.

Auffällig ist, dass insbesondere die 25- bis 34-jährigen mit ihrer Einschätzung der Realität am nächsten kommen. Dass mit höherem Alter das Bewusstsein für die Möglichkeiten abnimmt, überrascht nicht so sehr wie die Tatsache, dass auch Digital Natives viele der heute schon möglichen Funktionen nicht kennen: Gerade bei den 16- bis 24-jährigen, die keine Welt ohne Internet kennen, ist das intelligent vernetzte Zuhause noch überraschend unbekannt. Grund hierfür könnte die fehlende Relevanz sein, die Wohnthemen für diese Altersgruppe haben.

Energiesparen und Sicherheit

Das stärkste Argument für SmartHome-Technologie bei den Befragten ist das Potenzial, Energie zu sparen, wenn sich zum Beispiel die Heizung bei geöffneten Fenstern selbstständig abschaltet. Insbesondere Spanier, Franzosen und Engländer zeigen sich sparfreudig. Zwischen 71 und 75 Prozent nannten bei der Umfrage Energiesparen als überzeugendes Argument. Bei den befragten Deutschen ist dies zwar ebenfalls die häufigste Antwort, mit 59 Prozent der Nennungen landen sie hier jedoch auf dem letzten Platz im Ländervergleich.

Sicherheit liegt als Argumente insgesamt auf dem zweiten und dritten Platz und wurde von 59 beziehungsweise 58 Prozent der Befragten genannt. Ein Smart Home, das bei einem Einbruch automatisch einen Alarm auslöst und die Bewohner per Push-Nachricht auf dem Smartphone warnt, überzeugt genauso wie der Gedanke, jederzeit über eine vernetzte Kamera nach dem Rechten sehen zu können. Vor allem bei Frauen spielt der Sicherheitsgedanke eine wichtige Rolle.

Das SmartHome im Alltag

Im Bereich Lifestyle sind die Nationen gespalten. Nur ein Drittel der Befragten findet es besonders bequem, den Cappuccino schon aus dem Bett vorzubrühen. Hier geben die Franzosen den Ton an: 42 Prozent schätzen es sehr, ihren Café au Lait vorzufinden, wenn sie in die Küche kommen.

Aber auch für Briten und Amerikaner hat das vernetzte Zuhause einen Platz im Alltag. Das gilt zumindest, wenn man sie fragt, in welchen Situationen sie sich wünschen, ihr Smart Home von unterwegs steuern zu können. 60 Prozent der Briten und Amerikaner haben diesen Wunsch beispielsweise, wenn sie mit der Bahn oder dem Auto unterwegs sind. Unter den Spaniern, den Deutschen und den Österreichern sind es nur etwa halb so viele, bei den Franzosen immerhin noch 45 Prozent. Länder-, alters- und geschlechtsübergreifend übt die Vorstellung, aus dem Urlaub Zugriff auf sein Zuhause zu haben, eine gewisse Faszination aus, die mit dem Alter nochmal zunimmt – sei es, um nach dem Rechten zu sehen oder um die Heizung schon vor der Rückreise hochzudrehen.

Bedenken bei Anschaffungskosten und Datensicherheit

Befragt nach den Gründen, warum sie ihr Heim noch nicht vernetzt haben, nennen mehr als die Hälfte der Umfrageteilnehmer hohe Anschaffungskosten. Besonders Spanier (70 Prozent) und Franzosen (68 Prozent) geben an, dass Ihnen die Technik zu teuer sei. Einem Drittel der Befragten ist der Datenschutz ein wichtiges Anliegen. Viele Hersteller bieten aber bereits entsprechende Sicherheitsstandards bei denen die Nutzer selbst entscheiden, ob ihre Daten nur im Haus bleiben, oder für bestimmte Services in die Cloud geladen werden.

31 Prozent der Befragten haben sich bislang noch nicht mit einem vernetzten Zuhause beschäftigt. Aber immerhin etwa jeder Zehnte in Deutschland und in Österreich hat sich bereits überzeugen lassen, lebt also schon in einem teilweise vernetzten Zuhause oder plant dies zumindest – mehr als in allen anderen Ländern der Umfrage.

Quelle und weitere Informationen: http://geschaeftsbericht.bosch.com/smarthome2016/?WT.mc_id=5846_DE_COR_COR

 

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