Klimawandel lässt Amphibien und Reptilien aussterben

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Tierarten bedroht von Klimawandel
Tierarten bedroht von Klimawandel

Dass der Klimawandel negative Folgen für uns hat, ist uns allen bewusst. Doch auch Reptilien- und Amphibienbestände sind dadurch bedroht. Das zeigt nun eine Studie des WWF in Zusammenarbeit mit WissenLeben e.V., dem Potsdam-Institut für Klimafolgenforschung und einigen Universitäten. Sie analysierten über 100 Fachartikel, die die negativen Folgen für Reptilien und Amphibien darstellen, um so einen größeren Überblick über die negativen Folgen des Klimawandels für diese bestimmten Arten zu bekommen.

Viele Arten leiden bereits unter den Folgen des Kommerziellen Handels, da sie durch die Übernutzung und den Lebensraumverlust massiv bedroht werden. Wenn nun der Klimawandel als zusätzliche Belastung hinzukommt, wird es Arten geben, die diese Doppelbelastung nicht überstehen.

Sollten die Temperaturen weiter steigen, führe das zu einem Rückgang der Bestandsgröße der jeweiligen Art und ließe das Ausbreitungsgebiet schrumpfen. Eine Folge dessen wäre wiederum, dass sich die Tiere schlechter Fortpflanzen können, als bisher. Laut Dr. Arnulf Köhncke, Artenschutzexperte beim WWF Deutschland, drohe daher vielen Arten das Aus, sollten wir so weitermachen wie bisher. Deshalb sei es sehr wichtig, das Ziel des Pariser Klimaschutzabkommens, die Temperaturen nicht über zwei Grad steigen zu lassen, nicht aus den Augen zu verlieren.

Was zu heiße Temperaturen für Reptilien und Amphibien bedeuten, zeigt das Beispiel, bereits vom Aussterben bedrohter Froscharten in den Nebelwäldern Costa Ricas und Panamas. Die erhöhte Wärme und die dadurch veränderte Luftfeuchtigkeit schüren das Wachstum einer Pilzkrankheit. Es wird davon ausgegangen, dass dieser Pilz der Grund für den Rückgang einiger Amphibienbestände ist.

Ein weiteres, durch diese Studie aufgedecktes Defizit, ist die Erforschung der Bedrohung in den Tropen. Bei der Analyse der Fachartikel stellte sich nämlich heraus, dass es weit mehr Untersuchen dazu über Arten in Europa und Nordamerika gibt. Dabei gibt es in den Tropen sehr viel mehr Reptilien- und Amphibienarten als bei uns. Hinzu kommt, dass der Klimawandel dort möglicherweise manchen Arten sogar zu Gute kommt, was zu einem verstärkten Rückgang der Artenvielfalt führen würde. Daher reicht es nicht aus, Reptilien und Amphibien vor dem Verlust ihres Lebensraumes und der Übernutzung zu schützen, sondern man muss auch die Folgen des Klimawandels in den Tropen auf seine Vor- und Nachteile verstärkt erforschen.

Quelle: WWF

 

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