Klimaschutz stärkt Wirtschaftswachstum

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Schwer bedrohtes Paradies: Fidschi. Foto: Getty Images
Schwer bedrohtes Paradies: Fidschi. Foto: Getty Images

Vergangene Woche fand der achte Petersberger Klimadialog statt. Dazu luden die deutsche Umweltministerin Barbara Hendricks und der Premierminister Fidschis, Josaia Voreqe Bainimarama, nach Bonn ein. Experten und Politiker aus allen Regionen der Welt folgten der Einladung. Schwerpunktthema war die diesjährige Weltklimakonferenz, die ebenfalls in Bonn unter der Präsidentschaft Fidschis stattfindet. Außerdem wurde die OECD-Studie „Investing In Climate, Investing In Growth“ thematisiert, die im Rahmen der deutschen G20-Präsidentschaft erstellt wurde.

Erstmalig stellt mit Fidschi einer jener Inselstaaten, die besonders vom Klimawandel bedroht sind, den Klimapräsidenten. Durch den Anstieg des Meeresspiegels wird der Lebensraum von Millionen gefährdet. Premierminister Bainimarama appellierte daher an die Weltgemeinschaft: „Nur wenn sich die ganze Welt zusammentut, können wir die Klimakrise wirksam bekämpfen. Klimawandel betrifft alle Menschen weltweit und besonders die Bewohner von verwundbaren Ländern wie Fidschi. Ich bin überzeugt: Wenn wir im Interesse derjenigen handeln, die am verwundbarsten sind, handeln wir im Interesse aller. Denn wir sind alle verwundbar und wir müssen alle handeln.“

Deutschland unterstützt Fidschi bei der Durchführung der diesjährigen Klimakonferenz. Gemeinsam mit dem UN-Klimasekretariat wurde ein Konferenzkonzept entworfen, das nicht nur Diplomaten, sondern auch nichtstaatlichen Akteuren Spielraum gibt. Das Konzept sieht vor, dass es in Bonn eine sogenannte „Bula Zone“ für Verhandlungen geben wird. Außerdem richten die Veranstalter eine „Bonn Zone“ ein, wo es um konkrete Projekte und Initiativen geht.

„Während der Klimakonferenz in Bonn werde ich meine Zeit aufteilen zwischen der sogenannten Bula-Zone, also den offiziellen Verhandlungen, und der Bonn Zone, wo die konkreten Initiativen und Projekte sein werden. Ich möchte auch die nicht-staatlichen Akteure zu weiteren Initiativen ermutigen, die das Globale mit dem Lokalen verbinden“, erklärte Bainimarama. Die Treffen finden im informellen Stil statt, um offene Debatten zu fördern.

Bundesumweltministerin Hendricks: „Der Petersberger Klimadialog hat gezeigt, wie stark der multilaterale Zusammenhalt beim Thema Klimaschutz ist. Die Welt steht zusammen und füllt das Pariser Klimaschutzabkommen mit Leben. Immer mehr Länder haben verstanden, dass Klimaschutz die Volkswirtschaft modernisiert. Eine ehrgeizige, gut gemachte Klimapolitik ist keine Wachstumsbremse, sondern ein Wachstumstreiber.“

2010 veranstaltete die Bundesregierung den ersten Petersberger Klimadialog in der Nähe von Bonn. Inzwischen hat sich das Treffen als wichtiger Termin der internationalen Klimadiplomatie etabliert.

Quelle: BMUB