Klimafreundliche Weihnachten – so gehts

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Weihnachtsbeleuchtung
Weihnachtsbeleuchtung

Weihnachten – das Fest der Besinnlichkeit und Nächstenliebe steht bevor. Aber auch die Zeit der bunt blinkenden Lichterketten, unpassenden Geschenken und großen Mengen von Lebensmittelresten am Ende des Fests steht bevor – alles auf Kosten des Klimas und der Umwelt. Damit die Adventszeit ressourcenschonend und ein bisschen klimafreundlicher verläuft, muss man nur ein paar einfache Tipps umsetzen. 

Ob bei der Beleuchtung, den Geschenken, beim Backen oder auch beim festlichen Abendessen – in der Weihnachtszeit lässt sich überall etwas für Klima und Umwelt tun.

Alleine am ersten Weihnachtsfeiertag verbrauchen die deutschen Haushalte rund 480.000 Millionen Kilowattstunden Strom – das ist ein Viertel mehr als an einem durchschnittlichen Wintertag. Und für die weihnachtliche Beleuchtung gehen etwa 760.000 Millionen Kilowattstunden Strom drauf. Um hier zu sparen, setzt man bei der Weihnachtsbeleuchtung am besten auf LED: Bei einer Brenndauer von 12 Stunden pro Tag über 2 Wochen verursacht eine LED-Lichterkette mit 200 Lämpchen nur Stromkosten von ungefähr 50 Cent. Eine Lichterkette mit Glühlämpchen bringt es dagegen auf fast 7 Euro. Ob LED- oder Glühlämpchen, generell kann die Beleuchtung sparsam eingesetzt werden, denn mitten in der Nacht oder am helllichten Tag bewundert die Lichter kaum einer. 

In Deutschland gehört das Plätzchen backen einfach dazu. Strom lässt sich hier ganz einfach sparen, indem der Ofen nicht auf Ober- und Unterhitze. sondern auf Umluft eingestellt wird, denn so lässt sich auf mehreren Ebenen gleichzeitig backen. Verzichtet man auf das Vorheizen des Backofens, spart man bis zu 20 Prozent Energie. Bei längerer Backzeit der weihnachtlichen Leckereien kann der Ofen zudem zehn Minuten früher ausgeschalten werden: Die Nachwärme reicht bis zum Ende der Backzeit aus, was zusätzlich Energie spart. Backt man die Plätzchen letztlich mit regionalen oder fairen Zutaten soweit möglich, macht man wirklich alles richtig. 

Auch beim Festessen darf es ruhig saisonal, regional und in Bio-Qualität sein. Produkte, die in der Region angebaut werden, legen einen kürzeren Weg in den Laden oder auf den Markt zurück. Das verringert den CO2-Ausstoß beim Transport. Der Griff zu Bioprodukten erspart der Umwelt weiteres Kohlenstoffdioxid. Wer zusätzlich auf Konserven sowie Tiefkühlkost verzichtet und sich stattdessen für frische Ware zum Festessen entscheidet, spart nochmals Energie. Die übrigen Festtagsleckereien lassen sich einfrieren, dem Besuch mitgeben oder über foodsharing.de teilen. 

Neben den Leckereien darf ein Weihnachtsbaum in den meisten Haushalten nicht fehlen. Beim Kauf einer Tanne oder Fichte sollte man auf einen ökologisch zertifizierten Baum achten. Auch Bäume aus regionaler Forstwirtschaft sind empfehlenswert. 

Auch ein Fest ohne Geschenke ist nicht mehr denkbar – obwohl gerade der weihnachtliche Einkaufsmarathon viele in wahren Stress stürzt. Hier lässt sich Abhilfe schaffen, indem Zeit statt Zeug verschenkt wird. Denn an ein gemeinsames Erlebnis erinnern sich die Lieben viel länger als an den fünften Schal oder andere unnütze Geschenke. Wer Geld sparen möchte, der schaut sich in Second Hand Läden oder auf Flohmärkten um oder regt mit Basteleien, beispielsweise beim so genannten Upcycling, die eigene Kreativität an. 

Zuletzt lassen sich an den Festtagen auch Staus vermeiden und der Spritverbrauch senken, indem man die Bahn für den Verwandtenbesuch anstatt das Auto nimmt.

Möglichkeiten für ein klimafreundliches Weihnachten gibt es schließlich viele und mit der Umsetzung eines einzelnen, schenkt man auch der Umwelt etwas zum Fest der Liebe. 

 

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