Kampf gegen den globalen Hunger

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Innovation Accelerator: Raum für innovative Lösungen im Kampf gegen den globalen Hunger © WFP / Innovation Accelerator
Innovation Accelerator: Raum für innovative Lösungen im Kampf gegen den globalen Hunger © WFP / Innovation Accelerator

795 Millionen Menschen haben nach Angaben des UN World Food Programme (WEP) nicht genug zu essen, um ein gesundes und aktives Leben zu führen. Das ist weltweit jeder neunte Mensch. Um das globale Nachhaltigkeitsziel einer Welt ohne Hunger bis 2030 zu erreichen, wollen das WEP und seine Partner humanitäre Hilfe mit technologischen Innovationen des 21. Jahrhunderts verzahnen. Dazu gehört aktuell die Eröffnung des sogenannten Innovation Accelerator in München.

Der Accelerator – ein Instrument der Start-up-Szene – soll kreative neue Werkzeuge identifizieren und fördern, um effektiver in humanitären Krisen zu helfen und die Entwicklung von innovativen Lösungsansätzen für eine Welt ohne Hunger zu beschleunigen.

Am Standort München arbeiten in diesem Rahmen WFP-Mitarbeiter, Experten aus der Wissenschaft sowie Vertreter der Privatwirtschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um gemeinsam Lösungsansätze zu entwickeln und zu verfeinern. Unter dem Einsatz von modernster Technik werden in der kreativen Denkfabrik neue Ideen für eine nachhaltige Hilfe konkretisiert. Die Bedürfnisse der Hungernden stehen dabei im Vordergrund. Alle Projekte werden zu einem frühen Zeitpunkt in der Praxis erprobt. Dadurch können schnell Erkenntnisse über ihre Wirkung gewonnen werden, während die Kosten so niedrig wie möglich bleiben.

WFP Bootcamp 12 web.res„Wir müssen mutig neue Ideen und Lösungen suchen, um mehr Nahrungsmittel verfügbar und zugänglich zu machen und allen Menschen überall die Möglichkeit zu geben, ihre Kinder zu ernähren. Wir müssen so eng wie noch nie zusammenarbeiten und uns die Vorteile neuer Technologien und die Revolution in der Analyse großer Datenmengen zu Nutze machen. So können wir die Art und Geschwindigkeit unserer Hilfe verändern – und die anhaltenden Herausforderungen überwinden, die Generationen in Hunger und Armut gefangen gehalten haben“, erklärte WFP-Exekutivdirektorin Ertharin Cousin.

© WFP / Innovation Accelerator

Die Erfolge der internationalen Zusammenarbeit im Kampf gegen den Hunger sind bereits zu erkennen. Seit den 1990ern ist die Zahl der Hungernden Menschen weltweit bereits um 200 Millionen gesunken. Doch noch immer hat jeder neunte Menschen nicht genug zu essen, um ein gesundes und aktives Leben zu führen.

„Die nachhaltigen Entwicklungsziele sind ambitioniert und verlangen, dass wir unsere derzeitigen Anstrengungen beschleunigen“, so Dr. Gerd Müller, Bundesminister für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung. „Der Innovation Acclerator wird das immense Potential freisetzen, das deutsche Universitäten, Forschungsinstitute, die Privatwirtschaft und die Entwicklungsgemeinschaft zu bieten haben. Deutschland ist derzeit der zweitgrößte Geber des WFP, und die Investition in Innovation wird den Wert unserer finanziellen Unterstützung weiter steigern.“

Der Innovation Accelerator wird vom Bundesministerium für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung, dem Auswärtigen Amt und dem Bayrischen Landesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten unterstützt. Schon heute fördert das Programm zwölf innovative Projekte aus Hilfsprogrammen des WEP und soll dabei nun stark von Münchens Innovations- und Start-Up-Szene profitieren.

Quelle und weitere Informationen: http://de.wfp.org/

 

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