Jeder 20. Beschäftigte arbeitet für Umweltschutz

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Arbeitsmarkt - Green Jobs
Arbeitsmarkt - Green Jobs

Green Jobs boomen in Deutschland. Wie das Umweltbundesamt (UBA) am Freitag mitteilte, waren im Jahr 2012 erstmals mehr als zwei Millionen Menschen für den Umweltschutz tätig – rund 2,2 Millionen deutsche Arbeitnehmer. Damit arbeitet jeder 20. Beschäftigte in diesem Bereich. Im Bereich Erneuerbare Energien hingegen sind die Beschäftigungszahlen gesunken.

Umweltschutz wird immer wichtiger – auch für den Ar-beitsmarkt. Gegenüber dem Jahr 2010 ist die Beschäftigung im Umweltschutz um 245.000 Personen oder 12,5 Prozent gestiegen. Deutlich zugenommen habe die Beschäftigung vor allem im Bereich der umweltschutz-orientierten Dienst-leistungen, so das UBA. Dort arbeiten 2012 fast 1,4 Millionen Menschen.

Etliche Bereiche seien allerdings wegen mangelnder Daten nicht vollständig erfasst. Die für 2012 geschätzte Zahl von 2,2 Millionen Beschäftigten ist daher als Untergrenze zu sehen, schreibt das UBA. Die Präsidentin des UBA Maria Krautzberger sagte: „Die Zahlen unterstreichen die wichtige Rolle des Umweltschutzes für den deutschen Markt“.

Zudem hat Deutschland 2012 deutlich mehr Umweltschutzgüter exportiert. Auch das habe zu mehr Beschäftigten geführt. 2012 waren bereits 97.000 Personen durch den Export von Umweltschutzgütern beschäftigt, 19.000 mehr als zwei Jahre zuvor.

„Weltweit wächst der Bedarf an Umwelt- und Klimaschutztechnologien“, sagte Krautzberger „Deutschland ist derzeit auf diesen Märkten gut aufgestellt. Diese Position können wir aber nur verteidigen, wenn Deutschland eine Vorreiterrolle beim Umweltschutz einnimmt und Umweltinnovationen fördert“.

Das UBA schreibt, mangels aktuellerer Daten lasse sich Gesamtzahl der Beschäftigten im Umweltschutz derzeit nur rückwirkend für das Jahr 2012 ermitteln. Für den Bereich Erneuerbare Energien hingegen liegen bereits aktuellere Daten von 2014 vor. Leider ist die Entwicklung hier nicht so positiv.

Demnach ist die Beschäftigung rund um den Ausbau und die Nutzung der Erneuerbaren Energien im Vergleich zu 2013 gesunken. Vor allem im Bereich der Solarwirtschaft seien deutlich weniger Menschen tätig gewesen. Laut UBA müsse dies jedoch vor dem Hintergrund des PV-Booms in den Jahren 2009 bis 2012 gesehen werden.

Lediglich die Windenergiebranche konnte einen Be-schäftigungszuwachs verzeichnen, der den Rückgang allerdings nicht kompensieren konnte. Trotz dieses Rückgangs seien im Jahr 2014 mit rund 350.000 Personen immer noch doppelt so viele Menschen bei den Erneuerbaren Energien beschäftigt wie zehn Jahre zuvor, betont das UBA.

Krautzberger fordert nun einen schnellen Ausbau der Netze, „um negative Beschäftigungseffekte im Bereich der erneuerbaren Energien zu vermeiden.“

Bei der energetischen Gebäudesanierung sei die Entwicklung ebenfalls rückläufig. Das könne laut UBA jedoch umgekehrt werden, würde die Bundesregierung konsequent ihr Ziel umsetzen, die Sanierungsrate für Gebäude von derzeit jährlich weniger als ein Prozent der Gebäude auf zwei Prozent zu verdoppeln.

Quelle: Umweltbundesamt

 

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