Ist das E-Auto wirklich eine gute Alternative?

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Elektromobilität als Lösung?
E-Autos verursachen weniger Luftver- schmutzung, sind jedoch ressourcenintensiv.

Ist der Elektromotor wirklich ein sauberer, umweltfreundlicher Ersatz für Dieselautos? Viele sind der Meinung, dass die Luftverschmutzung durch den Einsatz von Elektromotoren reduziert werden würde. Elektromotoren bringen aber auch einige Nachteile mit sich, die auch zu beachten sind.

Dieselautos verursachen Luftverschmutzung und gefährden deshalb die Umwelt. Einige europäische Länder wollen  in der näheren Zukunft komplett auf Elektromobilität umstellen. Auch einige deutsche Großstädte sind wegen zunehmender Luftverschmutzung und des noch schwellenden Abgasskandals verstärkt darum bedacht, eine Lösung zu suchen, die anscheinend beim Diesel-Gipfel in Berlin gefunden wurde. Laut „Tagesschau“ sollen nach Beschluss der Autobauer mehr als 5 Millionen Autos mit Software nachgerüstet werden, darunter 2,5 Millionen von Volkswagen, um Dieselautos umweltfreundlicher zu machen und damit Luftverschmutzung zu reduzieren. Betroffen seien Autos der Emissionsklasse Euro 5 und teilweise Euro 6. Die neuen Modifizierungen sollten keine Auswirkungen auf die Motorleistung, Lebensdauer sowie den Verbrauch der Autos haben, sagte der Verband der Automobileindustrie (VDA).

Könnte das E-Auto bzw. Elektromobilität die Luftverschmutzung erheblich reduzieren? Sicher ist, dass das E-Auto ohne Verbrennungsmotor und Auspuff „lokal emissionsfrei“ fährt. „Doch der Strom für das E-Auto muss auch erzeugt werden“, sagt Michael Kerler, Wirtschaftsredakteur der Augsburger Allgemeinen. Und zwar müsste der Strom in Deutschland großenteils aus Kohlekraftwerken bezogen werden, wobei Stein und Braukohle verbrannt wird. Dadurch entstünden Treibhaugase. CO2-Emissionen aus der Stromerzeugung müssten daher auch berücksichtigt werden, so Kerler. Auch zu beachten sei die Herstellung des E-Autos,  welches ebenfalls aus Blech, Aluminium, weiteren Metallen und Kunststoffen bestehen. Dies alles zu erzeugen, fresse genauso Energie, sagt Kerler.

Zwar verfügt das E-Auto außerdem über einen schlanken Motor und braucht keine Abgasanlage. Dafür schlagen die Batterien massiv ins Gewicht, laut Kerler. Rohstoffe wie Lithium müssten hierzu aufwendig gewonnen werden. Wegen dieser Belastbarkeit sind viele Deutsche von der Zuverlässigkeit des E-Autos noch nicht überzeugt. Laut einer Umfrage aus der Zeit seien viele Deutschen der Meinung, dass man mit einer Batterieladung nicht weit genug komme. Außerdem fände fast ein Drittel der Bevölkerung E-Autos zu teuer. Dies könnte ein Grund dafür sein, warum der Großautohersteller Nissan bereits sein ganzes Batteriegeschäft aufgab, um laut „Elektromobilität“ künftig voll auf die Entwicklung von Elektroautos zu setzen.

Quellen:
http://www.augsburger-allgemeine.de/wirtschaft/Ist-ein-Elektroauto-wirklich-besser-fuer-die-Umwelt-id42300426.html
https://www.tagesschau.de/wirtschaft/dieselgipfel-105.html
http://www.zeit.de/wirtschaft/2017-08/elektromobilitaet-benzin-diesel-kritik
http://www.emobilitaetonline.de/news/wirtschaft/3508-nissan-verkauft-batteriesparte-f%C3%BCr-angeblich-1-milliarde-us-dollar