Internationaler Artenschutz: Schutz für wandernde Tierarten

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wild lebende, wandernde Tierarten - Internationaler Artenschutz - Photo by IISD/ENB | Francis Dejon
Löwen sollen künftig über Staatsgrenzen hinweg besser geschützt werden. Photo by IISD/ENB | Francis Dejon

Internationaler Artenschutz: Wandernde Tierarten halten sich nicht an menschengemachte Staatsgrenzen und ziehen so manches Mal auch über Kontinente hinweg. Für diese Arten gestaltet sich der Tierschutz besonders schwierig, da sich Zuständigkeiten nicht einfach zuordnen lassen.

Deshalb findet alle drei Jahre eine Artenschutz Konferenz zur Erhaltung der wandernden wild lebenden Tierarten (Convention on the Conservation of Migratory Species of Wild Animals – CMS) statt, an der insgesamt 125 Vertragsstaaten sowie die EU teilnehmen. Das erste Übereinkommen wurde 1979 in Bonn getroffen. In der letzten Woche, vom 23. bis zum 28. Oktober fand nun die 12. Konferenz zum CMS statt.

Das Ergebnis der Artenschutz Konferenz: mehr als dreißig Tier- beziehungsweise Unterarten wurden neu unter den Schutz des Übereinkommens aufgenommen. Zu den neuen geschützten Tieren gehören bedrohte Arten wie Giraffe, Leopard, Löwe und Schimpanse, aber auch der vom Aussterben bedrohte afrikanische Wildesel. Im Zentrum der diesjährigen Beschlüsse standen insbesondere die afrikanischen Landsäugetiere. So sollen durch eine afrikaweite Initiative konkrete Schritte zum Schutz von Leopard, Löwe, Wildhund und Gepard ergriffen werden. Diese wird CMS und dem Artenschutzabkommen CITES gemeinsam getragenen.

Internationaler Artenschutz: weitere wichtige Beschlüsse der Konferenz:

  • Schutz der Bestände stark rückläufige Haiarten wie Engelhai und Walhai
  • Die Einrichtung eines Mechanismus zur Überprüfung der Einhaltung der Konvention (Compliance). Außer Staaten und dem Sekretariat können auch Nichtregierungsorganisationen Verstöße überprüfen lassen.
  • Maßnahmen zur Vermeidung und Verminderung von Unterwasserlärm – hiervon werden besonders Wale und Delfine profitieren.
  • Neue Aktivitäten gegen illegalen Fang oder Tötungen von Vögeln.

„Die teilweise harten Verhandlungen, von denen die deutsche Delegation berichtet, zeigen das weltweit große Interesse an den Tierarten“, erklärt Bundesumweltministerin Barbara Hendricks. „Es ist gelungen, den Schutzstatus von vielen Tierarten zu erhöhen. Damit stärken die Manila-Ergebnisse die Zusammenarbeit im weltweiten Artenschutz. Ich bin überzeugt, dass wir damit den Grundstein für viele gute Umsetzungsprojekte und Schutzmaßnahmen gelegt haben.“

Quelle: https://www.bmub.bund.de/pressemitteilung/besserer-schutz-fuer-giraffe-loewe-leopard-und-co/

Bildquelle: Photo by IISD/ENB | Francis Dejon