Grünes Fest: So feiern Sie nachhaltige Weihnachten

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Nachhaltige Weihnachten und Nachhaltigkeit durch Vermeidung von Verpackungsmüll
Nachhaltige Weihnachten beispielsweise durch umweltfreundliche Geschenkverpackungen.

Der erste Advent ist bereits vorüber. Die Weihnachtszeit ist in vollem Gange. Heiligabend steht vor der Tür. Das schönste Fest im Jahr ist jedoch auch eine echte Umweltsünde. Der Geschenkekauf im Netz verursacht unnötige Emissionen. Millionen abgeholzter Weihnachtsbäume hinterlassen riesige Löcher in den Wäldern. Das übriggebliebene Geschenkpapier sowie das Plastik der Verpackungen türmen sich auf zu Müllbergen. Außerdem werden elf Millionen Tonnen Lebensmittel durch Industrie, Handel, Großverbraucher und Privathaushalte in Deutschland jedes Jahr als Abfall entsorgt. Um das zu vermeiden, finden Sie hier einige Tipps für nachhaltige Weihnachten.

Wie kann man am besten nachhaltig feiern?

Vermeiden Sie unnötigen Verpackungsmüll und Emissionen durch den Online-Versandhandel. Kaufen Sie Ihre Geschenke ruhig im nächstgelegenen Kaufhaus ein. Waren aus dem Online-Versand reisen häufig tausende Kilometer durch die Gegend und verursachen dadurch massig umweltschädlicher Emissionen. Sollten Sie sich dennoch dazu entschließen, entscheiden Sie sich für eine klimafreundlichere Alternative. Sie können etwa eine umweltfreundliche Versandmethode wie GoGreen von DHL nutzen. Hier unterstützen die Verbraucher Klimaschutzprojekte zum Emissionsausgleich.

Auch sollten Verbraucher Online-Sammelbestellungen aufgeben und sich nicht jedes Produkt einzeln schicken lassen. Bei einigen Versandhändlern gibt es weiterhin die Option, die Ware im gebrauchten Karton anzunehmen.

Generell gilt, Retouren möglichst zu vermeiden. Denn jedes Hin- und Herschicken der Pakete ist schlecht für die Öko-Bilanz.

Auch übriggebliebenes Geschenkpapier hinterlässt Müllberge. Doch auch das ist vermeidbar. Es muss nicht immer Geschenkpapier sein oder alubeschichtetes Schmuckpapier. Als Alternativen bieten sich Verpackungen aus Recyclingpapier oder alten Kartons an. Auch wenn sich in bereits vorhandenen Kartons, etwa dem letzten Schuhkarton, ein Geschenk befindet, ist die Überraschung groß.

Nachhaltige Speisewahl für nachhaltige Weihnachten

Auch, wenn es zum Festtagsschmaus kommt, ist es um die Nachhaltigkeit oft schlecht bestellt. In den meisten Haushalten kommt Weihnachten ein Tier auf den Tisch. Ob Gans, Fisch oder Rind jedoch artgerecht aufgewachsen sind, kümmert die Wenigsten. Auch macht sich kaum einer Gedanken nach der Herkunft seines Weihnachtsbratens. Eine tiefgekühlte Gans aus Polen oder Ungarn hat oft ein qualvolles Leben hinter sich. Durch brutale Zwangsernährung wurde sie in wenigen Wochen auf das richtige Gewicht gestopft, damit der Preis am Ende passt.

Wer zum Fest der Liebe eine glücklichere Gans möchte, sollte sich eine Bio-Gans besorgen. Am besten eine aus der Region. Diese Gänse sind mit biologisch angebautem Getreide groß geworden, hatten genügend Auslauf und sind nicht mit Medikamenten vollgepumpt. Zwar ist so eine Gans viel teurer als das Discounter-Federvieh, aber dafür schmeckt sie auch besser.

Gegen den traditionellen Weihnachtskarpfen ist für nachhaltige Weihnachten nichts einzuwenden. Am besten stammt er noch aus ökologischer Teichwirtschaft. Auch Hering (aus dem Nordostatlantik und der Ostsee) und europäische Forelle sind zu empfehlen. Laut dem WWF ist außerdem Lachs aus dem Nordost-Pazifik oder einer Bio-Zucht in Ordnung. Problematischer ist der Lachs aus den ökologisch bedenklichen Aquakulturen in Norwegen oder Chile. Sie werden mit Antibiotika behandelt und haben häufig lange Transportwege hinter sich.