Grüner Punkt schreibt rote Zahlen

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Die Firma Duales System Deutschland (DSD), besser bekannt unter der Marke Grüner Punkt, hat laut eines Berichts der „Welt am Sonntag“ eingeräumt, im Jahr 2014 Verluste in Millionenhöhe erwirtschaftet zu haben. Über die genauen Zahlen sprach das Unternehmen dabei aber bisher nicht. Der geschäftsführende Gesellschafter Stefan Schreiter gab lediglich bekannt, es sei ein signifikanter Millionenverlust zu erwarten. Die Gesellschafter der DSD hätten aufgrund der kritischen Situation sogar Kapital zuschießen müssen.

Der Grund für die roten Zahlen dieses Geschäftsjahrs sei, laut Schreiter, eine „fundamentale Branchenkrise bei den dualen Systemen“. Die Kommunikation zwischen Industrie, Handel und Systembetreibern habe zuletzt nicht funktioniert und die Lizenzgebühren wurden aufgrunddessen nicht immer an die Betreiber ausbezahlt. Schreiter sprach außerdem von drei Anbietern, die auf betrügerische Weise Waren umdeklariert und so das System aus dem Gleichgewicht gebracht hätten.

Das Unternehmen ist dennoch optimistisch, denn das Lizenzgeschäft werde durch Schließen von Gesetzeslücken stabilisiert. Schreiter sagte dazu abschließend: „2015 dürften wir wieder schwarze Zahlen schreiben.“

 

One Response

  1. Markus

    8. Dezember 2014 14:12

    Ich persönlich glaube nicht, dass das Duale System jemals zu Umweltschutz und Recycling beigetragen hat. Der „gelbe Sack“ wurde eingeführt, damit wurde es notwendig, alle zu recyclenden Abfälle kostenintensiv und energieintesiv zu sortieren, nur damit man einen kleinen Teil davon wiederverwerten kann und den Rest anderweitig zu entsorgen. Die einzigen, denen der grüne Punkt was gebracht hat sind diejenigen, die ihn eingeführt haben, den die hat er (noch) reichher gemacht. Daher wäre die Tatsache, dass das duale System am Ende ist für mich schon mal keine schlechte Nachricht, sondern eher eine gute.

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