Globale Erwärmung: Klimaanlage für die Erde

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Gerade in Amerika verschlingen Klimaanlagen jedes Jahr Millionen von Dollar und sind verantwortlich für den Ausstoß gewaltiger Mengen Treibhausgase. Forscher der amerikanischen Universität Stanford haben jetzt, laut eines Berichts auf Bloomberg.com, ein neuartiges Material entwickelt, das es in Zukunft ermöglichen könnte, Gebäude zur heißen Jahreszeit ohne die bisher benötigten Klimaanlagen angenehm temperiert zu halten.

Das Material, eine aus Siliziumoxid bestehende, vierschichtige Folie, wird auf dem Dach eines Gebäudes installiert und reflektiert dort bis zu 97 Prozent der einfallenden Sonnenstrahlen. Außerdem leitet es Wärme aus dem Inneren des Gebäudes nach draußen. Die Folie könne so die Temperatur im Gebäude um mindestens 5 Grad Celsius gegenüber der Außentemperatur verringern.

Die Forscher sehen in ihrer Erfindung jedoch noch einen weiteren, weit größeren Nutzen. Sie könnte, so glauben sie, helfen, der globalen Erwärmung entgegenzuwirken. Denn durch die reflektierende Eigenschaft der Erdatmosphäre kann auf der Erde entstandene Wärme normalerweise nicht zurück in den Weltraum gelangen.

Die Folie hat allerdings die Eigenschaft, die absorbierte Wärme als Infrarotstrahlung zu emittieren. Da diese nicht wieder von der Erdatmosphäre reflektiert wird, kann sie ungehindert zurück in den Weltraum gelangen, die Temperatur auf der Erde sinkt und dem weltweite Temperaturanstieg könnte, sollte die Folie in großem Umfang eingesetzt werden, entgegengewirkt werden.

 

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