Unsere grausame Herrschaft über die Tiere – Ein Vorwort

Schweine auf dem Weg ins Schlachthaus. Jedes Jahr töten wir Menschen 1,4 Milliarden der intelligenten Tiere.

Die Menschen betrachten sich gerne als überlegene Spezies. Wir glauben, wir beherrschen die Erde. Wir leben so, als würde sie uns allein gehören. Menschen zerstören die Umwelt und verändern das Klima. Und wir scheinen zu denken, die anderen Bewohner dieses Planeten seien nur da, um zu unseren Zwecken ausgenutzt zu werden. Ich glaube, vielen von euch ist gar nicht bewusst, wie grausam und egoistisch wir mit unseren sogenannten „Nutztieren“ umgehen. Daher möchte ich dir das in den kommenden Wochen zeigen. Ein Vorwort zu meiner neuen Reihe „ Unsere grausame Herrschaft über die Tiere“

Ein Gedankenspiel

Eine Frage: Was würdest du machen, wenn dich dein bester Freund oder Freundin zu einem opulenten Abendessen einlädt? Wahrscheinlich würde kaum jemand ein solches Angebot ausschlagen. Als Hauptgang gibt es natürlich Fleisch. Ein saftiges Filetsteak, Medium gebraten. Na, läuft dir schon das Wasser im Mund zusammen?

Dann überlege dir folgendes: Das Fleisch für dieses leckere Filetsteak hat dein Freund nicht etwa von einem Schwein oder einer Kuh, sondern von einem Hund. Von einem Welpen, denn dessen Fleisch ist besonders zart. Ist dir jetzt der Appetit vergangen? Ekelt es dich vielleicht sogar? Und denkst du: Was für ein Unsinn schreibt dieser Idiot denn da? Warum sollte ich einen Hund essen?

Wo ist der Unterschied?

Dann stell dir folgende Frage: Warum lieben wir Hunde, Katzen und andere sogenannte Haustiere, und würden solchen Tieren nie etwas antun, geschweige denn sie zu essen? Doch Fleisch von Kühen, Schweinen und anderen Tierarten verputzen wir, ohne darüber nachzudenken. Warum ist das so? Wo ist der Unterschied? Denk daran, anderswo werden Hunde gegessen und in Indien sind Kühe heilig. Kaum jemand würde dort auf die Idee kommen, ein Rindersteak zu essen.

Denkst du, ein Löwe würde auch auf diese Weise unterscheiden? Die Antwort ist natürlich: Nein, er würde alles als Nahrung ansehen, egal ob Hund, Katze, Schwein oder Kuh. Löwen und andere Fleischfresser handeln instinktiv. Sie sehen das Tier als Beute. Sie jagen, töten und fressen das Tier ohne Mitleid zu empfinden.

Menschen sind keine Fleischfresser

Wir Menschen hingegen entwickeln meist instinktiv ein Gefühl der Zuneigung zu Tieren, vor allem zu Jungtieren. Nur seelisch kranke Menschen sehen es gerne, wenn Tiere gequält werden und leiden. Solche Personen nennen wir Psychopathen. Dieses Mitgefühl ist ein deutliches Anzeichen dafür, dass wir keine echten Fleischesser sind. Es gibt übrigens noch einige andere Merkmale, die uns viel eher zu Pflanzenessern machen. Doch darauf will ich ein anderes Mal eingehen.

Ich will an dein Gefühl der Zuneigung und des Mitgefühls für Tiere appellieren. Ich will dir zeigen, wie grausam wir manche Tierarten behandeln. Die Tierarten, bei denen wir irgendwann entschieden haben, sie seien „Nutztiere“. Nur dazu da, um von uns benutzt zu werden. Daher habe ich mich entschieden, euch anhand einiger Beispiele zu zeigen, wie das Leben von Nutztieren in der Massentierhaltung aussieht.

Massentierhaltung: Immer eine Qual für die Tiere

Dazu habe ich Informationen und Bilder verschiedener Dokumentationen benutzt. Die Aufnahmen darin sind meist durch versteckt getragene Kameras und Drohen entstanden. Teilweise musste ich Szenen mehrfach ansehen, um an die benötigten Daten zu kommen. Das war besonders schwer für mich.

Einige Menschen werden sicher sagen, die Szenen, auf die ich mich beziehe, wurden in anderen Ländern aufgenommen. Bei uns wäre das gar nicht so. Diesen Leuten kann ich versichern: Das Leben der Tiere aus der Massentierhaltung verläuft immer qualvoll. Egal wo.

Bei einigen Vorgehensweisen mag es Unterschiede geben. Vielleicht werden gewisse Praktiken bei uns etwas anders gehandhabt. Vielleicht ist das Leid hier und dort etwas kleiner. Doch letztendlich leiden die Tiere immer. Außerdem: Kann man das Leid anderer Erdenbewohner wirklich ermessen? Und können Unterschiede als Rechtfertigung dienen? Kann man sagen, bei uns ist es ja nicht ganz so schlimm? Daher ist das in Ordnung? Das muss jeder selbst entscheiden. Ich kann es jedenfalls nicht.

Unsere grausame Herrschaft in Zahlen

Abschließend noch einige Zahlen: Wir Menschen töten jedes Jahr 150 Milliarden Tiere. Das sind 4756 Tiere in jeder Sekunde deines Lebens. Allein in der Zeit, die du gebraucht hast, um diesen Absatz zu lesen, haben wir etwa 30.000 Tiere getötet. Wie können wir einen solch unfassbaren Massenmord rechtfertigen? Kann so etwas überhaupt gerechtfertigt werden? Denk daran, wir leben im 21. Jahrhundert. Einem Zeitalter, in dem die meisten von uns eigentlich schon lange nicht mehr auf Tierprodukte angewiesen sind.

Um das klarzustellen: ich spreche nicht von den Menschen, die aufgrund ihrer Lebensumstände auf tierische Produkte zur Versorgung angewiesen sind. Ich spreche vom großen Teil von uns, zu denen auch wir Deutschen gehören. Ich spreche von den Menschen aus den reichen erste Welt Ländern. Aus den Ländern, in denen die Massentierhaltung hauptsächlich angewendet wird.

Teil 1: Das Hausschwein

Können wir das alles guten Gewissens mit ansehen? Obwohl wir wissen, wie viele Tiere unnötig sterben müssen? Und trotz unseres Wissens, wie sehr die meisten Nutztieren ihr Leben lang leiden müssen? Meine Reihe „Unsere grausame Herrschaft über die Tiere“ ist an diejenigen gerichtet, die das noch nicht wissen.

Im ersten Teil wird es um das Hausschwein gehen. Von uns benutzt als Nahrung, in der Medizin, Kosmetik und als Kleidung. Jedes Jahr töten wir rund 1,4 Milliarden Schweine. Das sind etwa 44 pro Sekunde. Wie das Lebens eines Hausschweins in der Massentierhaltung abläuft, lest ihr kommende Woche.

Meine Quellen:

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