Unsere grausame Herrschaft über die Tiere – Alles nur für unser Vergnügen?

ich behaupte, der einzige Vorteil für den Konsum tierischer Lebensmittel ist unser Genuss.

Die Menschen betrachten sich gerne als überlegene Spezies. Wir glauben, wir beherrschen die Erde. Wir leben so, als würde sie uns allein gehören. Menschen zerstören die Umwelt und verändern das Klima. Und wir scheinen zu denken, die anderen Bewohner dieses Planeten seien nur da, um zu unseren Zwecken ausgenutzt zu werden. Dabei gibt es keinen einzigen vernünftigen Grund dafür, tierische Lebensmittel zu verzehren. Auch nicht für unsere Gesundheit. Das möchte ich dir heute zeigen. Im Nachwort zu meiner Reihe „Unsere grausame Herrschaft über die Tiere“.

In den letzten Wochen haben wir viel darüber erfahren, wie schrecklich wir mit den Tieren umgehen. Mit denjenigen Tierarten, die wir als Nutztiere betrachten. Ob Schweine als Fleischlieferant, ob Kühe für die Milchproduktion oder ob Hühner für Eier – wir zwingen diesen Tieren ein Leben voller Angst, Schmerzen und Leid auf, bevor wir sie letztendlich töten. Und wofür? Was sind die größten Argumente für eine Ernährung mit tierischen Lebensmitteln?

Argumente gegen eine vegane Ernährungsweise

Ist es unsere Gesundheit? Unsere „überlegene“ Intelligenz gegenüber Tieren? Unsere Kultur? Oder die Tatsache, dass wir Allesfresser sind? Ich sage dir, der einzige Grund, warum „Nutztiere“ das alles erleiden müssen, ist unsere Vorliebe für die entsprechenden Produkte. Mit anderen Worten: Für unseren Genuss. Für nichts sonst.

Es gibt kein anderes Argument, das für den Konsum von tierischen Lebensmitteln spricht. Auch wenn uns gerne etwas anderes erzählt wird. Um nicht den Rahmen zu sprengen, beschäftige ich mich heute nur mit dem größten Argument für diese Ernährungsweise. Unserer Gesundheit. Ich erkläre, warum wir uns auch völlig ohne tierische Erzeugnisse gesund ernähren können. Dass wir alle Nährstoffe von Pflanzen bekommen können. Und, dass es sogar gesundheitliche Vorteile hat, sich rein pflanzlich zu ernähren. Wer sich gerne mit den anderen oben genannten Argumenten gegen eine vegane Ernährung beschäftigen möchte, dem empfehle ich diese Website.

Mythos: Wir brauchen Tierprodukte um gesund zu bleiben

Ich höre immer wieder: Wir Menschen brauchen tierische Produkte, um gesund zu bleiben. Auch ich habe von Kindheit an gelernt, solche Lebensmittel seien gut für uns. Wir verbinden Fleisch mit Proteinen und Eisen. Wir hören, Fisch liefert wertvolle Omega-3 Fettsäuren.  Kuhmilch sei gesund, weil sie uns mit großen Mengen Calcium versorgt. Und außerdem fehlt es Veganern grundsätzlich an Vitamin B12. Es kommt schließlich nur von Fleisch und Milchprodukten. Das sind einige der großen Ernährungsmythen unserer Zeit.

Nach eingehender Recherche zum Thema Ernährung denke ich mittlerweile, dass vieles davon nur eine Erfindung der Nahrungsmittelindustrie ist. Mit dem selben großen Ziel, das jede andere Industrie hat. Nämlich möglichst viel Geld zu verdienen. Leider geht das sowohl auf Kosten der menschlichen Gesundheit, als auch auf Kosten der Milliarden Nutztiere auf der Welt.

Wahrheit: Zu viele tierische Lebensmittel können krank machen…

Dass der  übermäßige „Genuss“ von solchen Lebensmitteln uns krank machen kann, ist mittlerweile kein Geheimnis mehr. Es ist viel mehr ein gut belegter Fakt. Der gelegentliche Konsum von Fleisch und Milchprodukten wäre wahrscheinlich gesundheitlich relativ unbedenklich. Doch die meisten Menschen verzehren viel mehr als das.

Die deutsche Gesellschaft für Ernährung (DGE) empfiehlt, wöchentlich nicht mehr als 300-600 Gramm Fleischprodukte zu verzehren. Der Durchschnittsdeutsche konsumiert mit 1.100 Gramm pro Woche etwa das doppelte. Auch Milchprodukte essen wir mehr als von Experten empfohlen. Das kann unsere Gesundheit massiv belasten.

…und die Deutschen essen zu viel davon

Essen wir zu viel Fleisch, erhöht das unser Risiko für Typ-2-Diabetes und schwerwiegenden Herz-Kreislauf Erkrankungen. Es ist eine der Hauptursachen für Übergewicht, Bluthochdruck und einem erhöhten Cholesterinspiegel. Vor allem verarbeitetes Fleisch ist nachgewiesenermaßen krebserregend. Die WHO hat es 2015 in der selben Kategorie gelistet, in der auch das Rauchen von Tabak zu finden ist. (Risikogruppe 1: „krebserregend für Menschen“)  Rotes Fleisch ist laut WHO „wahrscheinlich krebserregend“ (Risikogruppe 2A).

Konsumieren wir zu viele Milchprodukte, kann das ebenfalls das Krebsrisiko erhöhen. Studien haben gezeigt, dass Frauen mit hohem Milchkonsum eher an Eierstockkrebs erkranken. Männer dagegen hatten ein erhöhtes Prostatakrebs Risiko. Milch enthält viele gesättigte Fettsäuren, Cholesterin und trans-Fettsäuren. Das begünstigt Übergewicht und Herz-Kreislauf-Erkrankungen. Auch Akne und Arthritis kann vom übermäßigen Verzehr solcher Lebensmittel verursacht werden.

Wichtige Nährstoffe nur in tierischen Lebensmitteln?

Doch zugegebenermaßen macht ja die Dosis das Gift. Wer solche Erzeugnisse nur selten verzehrt, wird davon sicher nicht gleich eine schwerwiegende Krankheit bekommen. Zumal ja auch viele wichtige, „gute“ Nährstoffe in tierischen Lebensmitteln enthalten sind. Beispielsweise viele Proteine bzw. essentielle Aminosäuren in Fleisch. Das ist eine unumstrittene Tatsache. Doch wir sollten nicht vergessen: Fleisch hat kein Patent auf diese Proteine. Es gibt eine Vielzahl an Pflanzen, die sie ebenfalls in ausreichenden Mengen enthalten.

Auch die DGE kommt zu dem Ergebnis: Der Proteinbedarf eines Menschen kann in jedem Alter und Lebenssituation durch den Verzehr von Pflanzen gedeckt werden. Im Gegensatz zu Fleisch enthalten diese dafür kein Cholesterin, weniger Fett und weniger Kalorien. Wer also auf gesunde Weise Proteine zu sich nehmen will, sollte auf eine pflanzliche Quelle zurückgreifen. Grundsätzlich gilt: Bei einer vollwertigen, kaloriendeckenden Ernährung ist es sehr unwahrscheinlich, einen Proteinmangel zu entwickeln.

Kritische Nährstoffe einer veganen Ernährung

Auch alle anderen Nährstoffe wie Vitamine, Mineralstoffe und ungesättigte Fettsäuren können wir durch Pflanzen decken.  Es gibt in der veganen Ernährungsweise zwar kritische Nährstoffe und natürlich wäre es am einfachsten, einfach Fleisch und Milchprodukte zu konsumieren, um alle diese zu erhalten. Trotzdem gilt: Es ist mit etwas Sachkenntnis und guter Planung leicht möglich, alle notwendigen Nährstoffe auch durch eine vegane Ernährungsweise in ausreichenden Mengen zu sich zu nehmen.

Der einzige wirklich kritische Nährstoff bei einer veganen Ernährung ist Vitamin B12. Es wird aber auch nicht von Tieren, sondern von Bakterien im Boden gebildet. Früher haben die Tiere das B12 beim Fressen bzw. trinken zu sich genommen, beispielsweise Rinder beim Grasen auf einer Wiese.  Da es in der Massentierhaltung kaum noch solche auf Weiden grasende Rinder gibt, geben wir ihnen B12 in Form eines Nahrungsergänzungsmittels. Wir können also entweder das mit B12 angereicherte Fleisch essen, oder wir nehmen einfach selbst ein entsprechendes Ergänzungsmittel.

Gut geplante vegane Ernährung geeignet für jeden Menschen

Viele Fachgesellschaften für Ernährung vertreten heute den Standpunkt, dass „eine gut geplante vegane Ernährung für Erwachsene, Schwangere, Stillende, Säuglinge, Kinder, Jugendliche und ältere Menschen geeignet ist“. Wir können uns demnach in jeder Lebenssituation auf gesunde Weise vegan ernähren. Die Nutztierhaltung ist außerdem schlecht für die Umwelt und vergrößert das Nahrungsmittelungleichgewicht auf der Erde.

Bedeutet das dann nicht: Die Tiere leiden nicht nur völlig ohne Grund, sondern deren Leiden hat für uns obendrein negative Folgen? Hätten wir damit nicht die Pflicht, dieses Leid sofort zu beenden? Ich für meinen Teil kann das nur mit Ja beantworten. Deshalb werde ich ab sofort nicht mehr Teil dieser sinnlosen, grausamen Herrschaft über die Tiere sein.

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