Zwölfte Earth Hour mit Rekordbeteiligung

Zwölfte Earth Hour: Auch das Brandenburger Tor wurde eine Stunde nicht beleuchtet.
Earth Hour: Auch das Brandenburger Tor wurde eine Stunde nicht beleuchtet.

Am Samstagabend war es wieder soweit. Pünktlich um 20.30 gingen in vielen deutschen Städten die Lichter aus. „Für einen lebendigen Planeten“ war das Motto der diesjährigen Earth Hour. Die vom WWF initiierte dunkle Stunde war bereits die zwölfte Earth Hour. In Deutschland beteiligten sich, Angaben zufolge, 398 Städte und Kommunen. Das ist ein neuer Rekord. Weltweit gingen auf allen Kontinenten die Lichter wichtiger Sehenswürdigkeiten und privater Haushalte für die symbolische Umwelt- und Klimaschutzaktion aus.

 

Rund um den Globus gingen am Samstagabend die Lichter aus. Wichtige Sehenswürdigkeiten weltweit standen im Dunkel. Das Empire State Building in New York wurde ebenso wenig angestrahlt, wie etwa der Big Ben in London oder der Petersdom im Vatikan. Über 7.000 Städte in 181 Ländern begangen um jeweils 20.30 Ortszeit die zwölfte Earth Hour. Sie startete im kleinen pazifischen Inselstaat Samoa und fand ihr Ende 24 Stunden später auf Tahiti und Hawaii. Die Inselstaaten des Pazifiks sind vom Klimawandel und dem steigenden Meeresspiegel besonders bedroht.

Zwölfte Earth Hour für den Artenschutz

Die diesjährige dunkle Stunde wollte allerdings nicht auf den steigenden Meeresspiegel aufmerksam machen. Das Motto „Für einen lebendigen Planeten“ dient der Sensibilisierung der Menschen für den Artenschutz. Der WWF versucht damit auf das akute Artensterben aufmerksam zu machen. „Die Vielfalt des Lebens auf unserem Planeten ist akut bedroht. Wenn wir weitermachen wie bisher, wird allein durch den Klimawandel die Hälfte aller Spezies aus den bedeutendsten Naturregionen verschwinden. Wie sehr uns Artenverlust ins Mark treffen kann verdeutlicht schon heute das Bienensterben. Es ist höchste Zeit, dass wir unsere Wirtschafts- und Lebensweise an unseren Planeten anpassen und nicht umgekehrt“, so Christoph Heinrich, Vorstand Naturschutz des WWF Deutschland.

Zwölfte Earth Hour in Deutschland

In Deutschland beteiligte sich die Rekordzahl von 398 Städten und Kommunen an der Earth Hour. So blieb etwa die Frankfurter Skyline dunkel. Auch der Kölner Dom blieb eine Stunde lang ohne Beleuchtung. Außerdem beteiligten sich viele deutsche Privathaushalte und Unternehmen an der Earth Hour. In sozialen Medien riefen Unzählige zum Mitmachen auf. Das zentrale Event fand allerdings in Berlin statt. Am Fuße des Brandenburger Tores baute der WWF einen Globus auf. Davor symbolisierte ein Tatort das weltweite Artensterben.

„Mit der Earth Hour setzen Millionen Menschen auf der ganzen Welt ein Zeichen, dass wir mehr für den Schutz der Erde tun müssen. Das ist ein mächtiges Signal, das nicht überhört wird. Ob Privatperson, Politiker oder Unternehmen – alle sind aufgerufen, ihren Teil beizutragen, um den Klimawandel zu bremsen und zwar über die Stunde hinaus, jeden Tag“, fordert der WWF.

Quelle: WWF