Was gibt es denn da zu lachen? Teil 5

Gernot Gunga, seit mehr als 10 Jahren Cartoonist, Illustrator und Designer, will mit seinen Figuren die Welt ein wenig bunter machen. Es gibt ja eigentlich recht wenig zu Lachen in dieser Welt, wenn man an die grossen Probleme unserer Zeit denkt. Ich interessierte mich dafür, was die Cartoonisten unserer Zeit motiviert, die Welt trotzdem zum Lachen zu bringen.

Herr Gunga, was motiviert Sie am meisten bei Ihrer Arbeit als Karikaturist?
Dass man die Dinge aus einem anderen Betrachtungswinkel sieht.

Was hat Sie dazu motiviert, „Den Pinguin im Zelt“ zu zeichnen?
Eigentlich wollte ich das Thema Klimawandel in absurder Weise auf den Punkt zu bringen. 

Durch welche Informationen werden die Menschen Ihrer Meinung nach am effektivsten und langwierigsten aufgerüttelt?
Durch Erfahrungen am eigenen Leibe. Sprich, wenn das Wasser den Leuten bis zum Hals oder Keller läuft. 

Warum sind – Ihrer Meinung nach – viele Menschen weiterhin nicht oder nur geringfügig aktiv am Klimaschutz beteiligt?
Der Mensch ist generell ein Egoist und schert sich in der Regel nur um sein eigenes Wohl. 

Fehlt uns vielleicht der Humor, um den Klimawandel effektiv zu kommunizieren?
Bestimmt! 

Was, denken Sie, wäre nötig, damit Ihre Arbeit, und die Ihrer Kollegen, noch effektiver dazu beitragen kann, einen effektiven Umschwung im Klimaschutz zu erreichen?
Cartoons und Karikaturen sollten viel öfter in Magazinen und Zeitungen veröffentlicht werden. Doch leider ist diese Kunstform in den letzen Jahren auch dem allgemeinen Sparzwang ausgesetzt. 

Herzlichen Dank, und viel Erfolg bei Ihrer Arbeit!
Maiken Winter

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