Vertikale Gärten im XL-Format

Vertikaler Garten; Foto: Green Fortune

Das schwedische Unternehmen Green Fortune integriert Pflanzen und Grünflächen in den urbanen Lebensraum. Unterschiedliche Systeme beweisen, dass die Natur durchaus Platz in unserem Alltag hat und diesen deutlich aufwertet. Die Zukunftsvision Urban Cultivation zeigt eine begrünte Großstadt im Jahr 2025.

Die Plantwall. Vertikale Begrünung sowie eine grün orientierte Innenarchitektur erobern seit einigen Jahren langsam und unauffällig den urbanen Lebensraum (das CleanEnergy Project berichtete). Neben der deutlichen Verbesserung des Raumklimas, etwa durch die Anreicherung der Luft mit Sauerstoff oder die deutliche Reduzierung des Umgebungslärms, bewirken liebevoll gestaltete Arrangements stets auch eine ästhetische Aufwertung der jeweiligen Umgebung.

Dass eine simple Vergrößerung eines Objekts in einigen Fällen tatsächlich eine Verbesserung darstellt, beweist die Plantwall des schwedischen Unternehmens Green Fortune. Das Team in Stockholm arbeitet seit 2004 an unterschiedlichen Lösungen, Grünflächen und Pflanzen auf optimale Art und Weise in private sowie in öffentliche Lebensräume zu integrieren.

Die Plantwall selbst beeindruckt durch ihre vielfältigen Gestaltungsmöglichkeiten. In Form und Größe ist das System flexibel, da die entsprechende Rückwand maßgeschneidert und somit an die jeweilige Umgebung angepasst wird. Auch die Zusammenstellung der Pflanzen ist beliebig variierbar. Der Bogen spannt sich dabei von schlichtem Grün bis hin zu einer üppigen, naturnahen Wandbegrünung. Einmal fertig installiert, erfolgen Beleuchtung, Düngung und Bewässerung der gesamten Pflanzenwand automatisch.

Weitere Systeme und eine begrünte Stadt. Ideen scheinen bei Green Fortune ebenso rasch zu sprießen, wie die Pflanzen in den diversen Varianten zur Begrünung. Während das System Plantwire hauptsächlich für großvolumige Innenräume konzipiert ist, richten sich die beiden Konzepte Tubegarden und Streamgarden eher an jene Menschen, die ihr privates Umfeld durch zusätzliches Grün aufwerten wollen.

Urban Cultivation hingegen ist zum jetzigen Zeitpunkt noch eine Vision des Teams aus Schweden. Darin wird die Stadt Stockholm im Jahr 2025 präsentiert. Bisher ungenutzte Dachflächen sind dabei in Gewächshäuser, Erholungsräume und Parklandschaften umgewandelt. Dieses Projekt zeigt eine Zukunft, in der Pflanzen deutlich besser in unser urbanes Alltagsleben integriert sind. Zugleich stellt Urban Cultivation auch einen Entwurf für ein zukünftiges Leben in der Großstadt dar.

Joachim Kern

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