Vegetarismus contra Klimawandel

Laut eines gestern erschienenen Artikels in der Onlineausgabe des englischen Nachrichtenmagazins „The Guardian“ kann der Verzicht auf Fleisch wesentlich dazu beitragen, die weltweiten Emissionen klimaschädlicher Treibhausgase zu verringern. Dies ist das Ergebnis einer Studie, die auf chathamhouse.org veröffentlicht wurde.

Der Studie zufolge können 14.5 Prozent der weltweit ausgestoßenen Treibhausgase auf die Viehzucht zurückgeführt werden. Selbst im gesamten Transportsektor, einem weiteren Hauptverursacher klimaschädlicher Emissionen, ist der prozentuale Anteil geringer. Da der Bedarf an Fleisch außerdem in den kommenden Jahrzehnten aufgrund des Bevölkerungswachstums noch weiter zunehmen wird, ist mit einem weiteren Anstieg der klimaschädlichen Gase zu rechnen.

Rob Bailey, einer der Autoren der Studie sagte dazu, weniger tierische Produkte zu konsumieren, könnte wesentlich dazu beitragen, die schlimmsten Auswirkungen der globalen Erwärmung einzudämmen. Dafür werde aber viel zu wenig unternommen, auch weil davon ausgegangen werde, dass es nicht Aufgabe der Regierungen sei, den Menschen vorzuschreiben, was sie essen sollen und was nicht.

Es müsse aber gar nicht jeder Mensch auf Fleisch verzichten, um den weltweiten Temperaturanstieg um mehr als 2 Grad Celsius gegenüber dem präindustriellen Zeitalter aufzuhalten. Ein bewussterer Umgang sei bereits ein großer Schritt, um dieses Ziel zu erreichen, so das Fazit der Studie.

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