Umweltkriminalität bleibt oft ungeahndet

Wie ein neuer Report von Eurojust, der EU-Agentur für justizielle Zusammenarbeit, zeigt, nimmt die Zahl der grenzüberschreitenden Umweltverbrechen besorgniserregende Ausmaße an. Durch Verbrechen wie beispielsweise illegaler Abfallentsorgung, Wasserverschmutzung oder verbotenen Handel mit exotischen Tieren, erzielt die Mafia und andere kriminelle Organisationen einen Gewinn in mehrstelliger Millionenhöhe. Die Rede ist von geschätzten 30-70 Millionen Euro pro Jahr.

Erschreckend dabei ist besonders, dass die nationale Strafverfolgung bei diesen Verbrechen meist nicht greift und diese daher oft ungeahndet bleiben. Dies erkläre sich, so der Bericht, durch die oft mangelnde Kooperation zwischen nationalen und internationalen Behörden.

Eurojust hat deshalb in einem Briefing an die EU-Kommission in Brüssel dazu aufgerufen, die Kooperation der verschiedenen Behörden zu verbessern und ihr Wissen zu zentralisieren. Außerdem verlangt Eurojust eine bessere Miteinbeziehung in laufende Ermittlungen. Nur so könnten Umweltverbrechen zukünftig effektiver bekämpft werden.

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