Mehr Lebensqualität durch naturnahe Grünflächen

"Treffpunkt Vielfalt" fördert Biodiversität und Grünflächen in Städten.
Ähnlich dem Tempelhofer Feld in Berlin. "Treffpunkt Vielfalt" setzt sich für mehr Grünflächen in Städten ein.

Grünflächen entfalten in Städten vielerlei Wirkung. Sie stärken das soziale Miteinander, fördern die Artenvielfalt und helfen dem Klima. Mit dem neuen Modellprojekt „Treffpunkt Vielfalt“ sollen nun Wohnungsunternehmen zur Gestaltung und Pflege eben jener Grünflächen gewonnen werden. Die Stiftung für Mensch und Umwelt Berlin sowie der Wissenschaftsladen Bonn eV riefen das Projekt ins Leben. Das Bundesumweltministerium sagte eine Förderung von einer Million Euro zu. Außerdem begleitet das Bundesamt für Naturschutz das Projekt fachlich.

Grünflächen in städtischen Wohnquartieren verfügen zumeist bloß über geringe Möglichkeiten zur Naturerfahrung für die dort lebenden Menschen. Auch heimische Tiere und Pflanzen finden in den intensiv gepflegten, funktionalen Außenanlagen nur selten naturnahe Strukturen zum Leben. Jedoch können gerade diese Flächen zu mehr Stadtnatur und Lebensqualität beitragen, wenn sie ökologisch gestaltet und gepflegt werden. Das Projekt „Treffpunkt Vielfalt“ will eben jenes Potenzial ausschöpfen.

„Im Bundesprogramm Biologische Vielfalt unterstützen wir Modellkommunen, die die biologische Vielfalt in der Stadt erhalten und steigern, indem sie städtische Grün- und Freiflächen nach ökologischen Geschichtspunkten pflegen und gestalten. Mit dem Projekt „Treffpunkt Vielfalt“ werden jetzt auch die Grün- und Freiflächen in Wohnsiedlungen einbezogen und die Artenvielfalt vor der Haustür gefördert. Es entstehen Orte der Naturerfahrung und Erholung. Sie machen die Wohnumgebung lebenswert und tragen zu Gesundheit und Wohlbefinden der Menschen bei“, erklärt die Präsidentin des Bundesamtes für Naturschutz, Prof. Beate Jessel.

Projektvorhaben Grünflächen von „Treffpunkt Vielfalt“

Vorerst bis 2021 laufen in den drei Bundesländern Berlin, Thüringen und Nordrhein-Westfalen die Modellvorhaben. In Berlin plant die Stiftung für Mensch und Umwelt gemeinsam mit drei Wohnungsbaugenossenschaften die ökologische Aufwertung von Außenflächen in Wohnanlagen. Im Fokus des Teilvorhabens stehen die Schulung der Pflegebetriebe, die Einbeziehung der Vorstände der Wohnungsbaugenossenschaften und die Akzeptanzförderung der Mieterinnen und Mieter.

Der Wissenschaftsladen Bonn führt in Erfurt, Dortmund, Bonn und weiteren Pilotstädten in Zusammenarbeit mit verschiedenen Wohnungsunternehmen sogenannte PikoParks ein. Die kleinen, naturnahen Parks werden gemeinsam mit der Anwohnerschaft und dem Quartiersmanagement bedarfsgerecht geplant und realisiert. Dazu finden unter fachlicher Anleitung durch das Bundesamt für Naturschutz gemeinschaftliche Umsetzungs- und Pflanzaktionen statt.

Bundesumweltministerin Dr. Barbara Hendricks: „Grüne Freiräume machen Städte nachhaltiger, lebenswerter und zukunftsfähig“

Quelle: BMUB