The Standby Task Force – Der Schlüssel zu einer humanitären Verantwortung im Katastrophenmanagement

Kinder nach einem Tsunami

Taifune und heftige Tsunamis haben in den letzten Jahren an Stärke gewonnen, ihre zerstörerische Kraft bedrohte jüngst durch den Taifun Haynan die Existenz von Millionen von Menschen. Fernab fühlt man sich hilflos, kann nur durch Spendengelder die Not vor Ort mildern. Doch gibt es weitere Möglichkeiten sich aktiv und vor allem nachhaltig in die Katastrophenhilfe vor Ort einzubringen.

Das Konzept von der Standby Task Force setzt bei der humanitären Hilfe im Zeitalter des Web 2.0 an. Hervorgegangen ist das Konzept als Folge der jüngsten Naturkatastrophen, bei denen eine steigende Zahl von informellen Akteuren – zumeist ehrenamtlich tätig – sich durch Kartierungen (engl. Geomapping) in die humanitäre Unterstützung der betroffenen Region einbrachte. Das Ganze funktioniert mit dem Programm OpenStreetMap mit dessen Unterstützung digitale Karten von Krisenregionen für die Helfer vor Ort erstellt oder aktualisiert werden – einbringen kann sich jeder, der einen PC besitzt und sich auf der Homepage registriert.

Für die Freiwilligen fungiert The Standby Task Force als ein flexibles Netzwerk, welches vor allem bei Katastrophen seine Mitglieder organisiert und in ihrer Arbeit motiviert. Hervorgegangen 2010 aus der internationalen Konferenz für die Kartierung von Krisenregionen im Jahre 2010 (International Conference on Crisis Mapping, ICCM) werden die digitalen Helfer online hinsichtlich ihrer Tätigkeit als Kartografen und ihren dazu notwendigen Fähigkeiten unterstützt. Partner sind hierbei Organisationen wie HOT (Humanitarian OpenStreetMap Team) , Crisis Mappers oder Geofeedia, das sich mit dem ortsbezogenen Monitoring von Social Media (dt. sozialen Medien wie twitter, facebook, thumblr) auseinandersetzt.

Um die Arbeit nun entsprechend fokussieren und vorantreiben zu können bestehen aktuell zehn Teams, bei denen jedes der Teams für ein bestimmtes Gebiet, welches von Naturkatastrophen betroffen ist, zuständig ist und über ein bis drei Koordinatoren verfügt.

Die Kommunikation erfolgt hierbei über Skype, weiterbildende Maßnahmen oder entsprechendes Material werden über Powerpoint Präsentationen bereitsgestellt oder über Videos auf YouTube. Die Arbeitsergebnisse werden mit Hilfe von Google Docs und in Form von Protokollen festgehalten, wodurch sich die Fortschritte der einzelnen Gruppen erkennen lassen.

Das Konzept des Standby Task Force stellt somit eine Schnittstelle zwischen den verschiedenen Organisationen der digitalen Community dar, die sich überwiegend mit Hilfe der digitalen Medien organisiert und in die Katastrophenhilfe einbringt – ein weiterer Schritt zur flexiblen, schnellen und nachhaltigen Katastrophenhilfe. 

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Luisa Egenlauf

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