Eine Solarlampe für Afrika

Mwezi bedeutet auf Suaheli Mond, nutzen werden die Lampen mit diesem Namen aber die Sonne und sollen somit die Lebensbedingungen der afrikanischen Bevölkerung nachhaltig verbessern.

Das Projekt des Gründers Mike Sherry klingt zunächst ambitioniert: In 4,2 Millionen Haushalten in Kenia sollen die bisher verwendeten Kerosinlampen durch das so genannte Mwezi Licht ersetzt werden. Dass hier Handlungsbedarf besteht ist eindeutig, denn über 580 Millionen Afrikaner in der Sub-Sahara haben keinen Zugang zu Elekrizität. Die Verwendung von Kerosin ist nicht nur gefährlich, sondern auch gesundheits- und umweltschädlich. Darüber hinaus müssen die Ärmsten der Armen in Afrika etwa zehn bis 25 Prozent ihres ohnehin geringen Haushaltseinkommens für den Brennstoff ausgeben.

Konservative Hochrechnungen gehen davon aus, dass die Solarbranche zukünftig jährlich um 40 bis 45 Prozent wachsen wird. Mwezi wird wohl ganz vorne mit dabei sein, denn die Solarlampe ist speziell auf ihre Zielgruppe – die ärmere Bevölkerung – zugeschnitten, vom Aufbau bis zum Erwerb und über den Vertrieb.

Zunächst kennzeichnet sich die Mwezilampe durch ihren modularen Aufbau, sodass sie an örtliche Gegebenheiten umgebaut und angepasst werden kann und das von jedermann, technische Vorkenntnisse sind dabei nicht nötig. Auch ein Kundendienst vor Ort, von lokalen Mitarbeitern betrieben, soll Reparaturarbeiten übernehmen und damit die Langlebigkeit des Produkts garantieren.

Erworben werden kann die Lampe durch Mikrokredite. Bei erfolgreicher Implementierung sollen weitere Werkstätten für die Bevölkerung errichtet werden und weitere Produkte, wie zum Beispiel ein solarbetriebenes Radio oder ein Wasserfilter, angeboten werden.

Obwohl Mwezi sich selbst als ein profitorientiertes Unternehmen beschreibt, ist die Motivation in erster Linie sozial und nachhaltig, sodass die ärmeren Familien eine Lampe erwerben können. Trotzdem setzt Mike Sherry nach der Pilotphase auf positive Skaleneffekte. Um die Investoren macht er sich dabei keine Sorgen, denn diese werden zum einen von den risiko-basierten Erträgen profitieren, zum anderen von ihrem Engagement als soziales und nachhaltiges Unternehmen.

Sollte der Plan aufgehen, so könnte ein Großteil der afrikanischen Bevölkerung der Sub-Sahara in ein paar Jahren auf das gesundheits-und umweltschädliche Kerosin verzichten und seinen Lebensstandard verbessern. 

 

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