Tag der Regionen am 2. Oktober 2011

Tag der Regionen; Foto: Artenreiches Land – Lebenswerte Stadt e.V.

Herbstzeit ist Erntezeit! Doch was wird bei uns in der Region jetzt eigentlich so alles geerntet? Bei einem Einkauf im Supermarkt präsentiert sich die Obst- und Gemüseabteilung immer recht ähnlich. Viele Produkte sind das ganze Jahr hindurch erhältlich. Doch welche Früchte werden eigentlich direkt bei uns vor der Haustür angebaut? Um diese Fragen geht es beim alljährlichen bundesweiten „Tag der Regionen“. Dieses Jahr hat sein Aktionszeitraum am 23. September begonnen und läuft bis zum 09. Oktober.

Mit mehr als 1.000 dezentralen Veranstaltungen soll auf Produkte aus der eigenen Region aufmerksam gemacht werden. Der Kerntag ist dieses Jahr der 2. Oktober, ein Sonntag und nicht zufällig auch der kirchliche Erntedanktag. Unter dem Motto „Wer weiter denkt – kauft näher ein“ soll ein Bewusstsein dafür geschaffen werden, dass der Kauf regionaler Produkte zur Nachhaltigkeit beiträgt.

Doch die Ziele der Initiative gehen weit darüber hinaus. Die Aktionen sollen die regionale Identität stärken. Denn nur, wer seine Region wertschätzt, ist auch bereit, sich dort zu engagieren und sich für deren Erhaltung einzusetzen. Nicht nur Landwirte und Naturschutzorganisationen sind aktiv, auch Dienstleister aus der Region und das regionale Handwerk stellen sich vor. Gemeinsam informieren sie darüber, auf welche Art und Weise die verschiedenen Produkte hergestellt werden. So lernen die Verbraucher die damit verbundene Arbeit wertschätzen und erkennen, dass gute, sorgfältige Arbeit ihr Geld kostet.

Die regionalen Wirtschaftskreisläufe stärken die Region, sichern dort Arbeitsplätze und beugen in strukturschwachen Regionen einer Abwanderung in die Städte vor. Ebenso tragen sie zur Erhaltung der Natur- und Kulturlandschaft bei. Und nicht zuletzt bietet sich hier auch eine Auseinandersetzung mit erneuerbaren Energien. Denn erneuerbare Energien sind meist regionale Energien. Als Abschottung oder als Bewegung gegen den Fairen Handel, der sich hauptsächlich auf Waren aus Entwicklungsländern konzentriert, soll der Tag der Regionen keinesfalls verstanden werden. Vielmehr soll er dazu anregen, die Möglichkeiten der Region zu nutzen, wo es im Sinne der Nachhaltigkeit sinnvoll ist.

Ähnliche Aktionen finden derzeit auch in den Niederlanden sowie in Schottland und Irland statt. Bei uns in Deutschand haben in vielen Bundesländern die jeweiligen Umwelt- und Landwirtschaftsminister die Schirmherrschaft für den Tag der Regionen übernommen. Weitere Informationen sind auf der Internet-Präsenz der Initiative unter www.tag-der-regionen.de zu finden.

Birte Moritz

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