Öffentliche Ladestation für Smartphones und Tablets

Street Charge

Für viele Smartphone- und Tablet-Besitzer sind leere Akkus eine mittelschwere Katastrophe, der es unbedingt Einhalt zu gebieten gilt. Die New Yorker Designfirma Pensa hat sich zur Lösung des Problems eine praktikable und klimafreundliche Lösung ausgedacht. „Street Charge“ ist eine Ladestation, die an öffentlichen Straßenlaternen angebracht ist und mit Solarstrom betrieben wird.

Die praktische Idee der 2005 gegründete Designschmiede ist mit zwei USB-Anschlüsse ausgestattet, über die energiehungrige Smartphones und Tablets mit Solarstrom geladen werden können. „Street Charge“ beinhaltet außerdem ein kleines Tischchen für die elektrischen Geräte oder einen Kaffeebecher beziehungsweise alternativ eine Bank für den Besitzer. Die soziale Komponente ist dabei ausdrücklich erwünscht, und wer weiß, welche Freundschaften oder Liebesbeziehungen sich an solch einer öffentlichen Ladestation, die PENSA selbst als „Oase im urbanen Raum“ bezeichnet, anbahnen würden.

Innovativ ist an „Street Charge“ zwar weder die technische Umsetzung noch das Design, aber der Entwurf einer solchen öffentlichen Ladestation hat den großen Vorteil, dass er sich problemlos und sofort umsetzen und in das bereits vorhandene Stadtbild integrieren ließe. Eigentlich würde es nur einer Stadt bedürfen, die die Initiative ergreift und im Nu hätten leere Akkus von Smartphones und Tablets einen neuen und emissionsfreien Feind.

Neben der Ladefunktion für Smartphones und Tablets hat „Street Charge“ von Pensa übrigens auch noch einen zweiten Nutzen. Mit dem gewonnenen Solarstrom kann die klimafreundliche Laterne in den Nächten auch ihre eigentlichen Aufgabe übernehmen und für die Beleuchtung der Straßen sorgen.

Genau das erledigt auf einzigartige Art auch das Park Spark Project des Künstlers Matthew Mazzota. Eine kleine Fermentationsanlage wandelt dabei in einem kleinen Park der US-Stadt Cambridge (Massachusetts) Hundekot in Energie für die Parkbeleuchtung um. Eine ähnliche Idee – die sich sogar hervorragend mit „Street Charge“ kombinieren ließe – hat der mexikanische Internetanbieter Terra in zehn Parks von Mexico City realisiert: „Poo WiFi“ beschert Passanten freien Internetzugang per WLAN im Austausch gegen Beutel mit Hundekot!

Matthias Schaffer

2 Bemerkungen

  • Super tolle Idee! Das, “ Freier Internetzugang per WLAN im Austausch gegen Beutel mit Hundekot“, sollte auch bald nach Deutschland kommen.
    Vielen Dank für die Information!

  • [quote name=“Ngoc Han Ho Pham“]Super tolle Idee! Das, “ Freier Internetzugang per WLAN im Austausch gegen Beutel mit Hundekot“, sollte auch bald nach Deutschland kommen.
    Vielen Dank für die Information![/quote]
    Poo WiFi gibts leider nicht in Deutschland. Die Idee finde ich grandios, das hätte ich aut gerne im Park 🙂