Smart Cities – Nachhaltige Zukunft der Stadt(-werke) Teil 8

IKT-Manager im Kommen & Energiespeicherung gehört die Zukunft

Informations- und Kommunikations-technik wird durch die intelligenten Netze stark zu nehmen – ein neues Berufsbild mit hoher Wertigkeit entwickelt sich. Die flukturierende Einspeisung der erneuerbaren Energien und die Einbindung einer Vielzahl von dezentralen Stromerzeugern wird dies notwendig machen. Letztlich kommuniziert die Netzleitstelle mit dem Kühlschrank oder der Batterie des Kunden. Wir erinnern uns, es ist noch nicht lange her, dass Asset-Management in der Energiewirtschaft uns nicht viel sagte und es das Berufsbild noch vor Jahren nicht gab. Standards für Smart Grids und Durchgängigkeit bei der Informations- und Kommunikationstechnik werden notwendig.

Energiespeicherung gehört die Zukunft

Die dezentral und regenerativ gewonnene Energie muss speicherbar werden. Unterschiedliche Energiespeicher könnten hier zur Anwendung kommen. Von einfachen Möglichkeiten wie Nachtspeicheröfen und Warmwasserspeicher bis hin zu Fahrzeugbatterien und Wasserstoffspeichern. Auch an der Methanisierung von regenerativ erzeugtem Strom wird derzeit an Max-Planck-Instituten sowie am Deutschen Institut für Luft- und Raumfahrt geforscht. Aus Strom wird Methan und es ist speicherbar. Manchmal bezahlen Energieversorger dafür, dass die Stromüberkapazitäten (so genannter Negativstrom) abgenommen werden. Dies führt beispielsweise für Wasserkraftwerksbetreiber für eine kommode Situation. Sie lassen sich von den Energieversorgern den abgenommenen Strom bezahlen, mit dem sie das Wasser in höher gelegene Staubecken hochpumpen, um es dann, wenn wieder viel Energie benötigt wird, durch ihre Turbinen rauschen zu lassen, um „teuren“ Ökostrom zu produzieren.

Strom ist nicht speicherbar und muss bei Überkapazitäten kurzfristig verbraucht werden, damit die Netze keinen Schaden nehmen, indem man Wasser in höhere Staubecken pumpt oder Methan beziehungsweise Wasserstoff erzeugt. Per Elektrolyse spaltet man Wasser in Wasser- und Sauerstoff. Der Wasserstoff wird mit CO2 verbunden, es entsteht CH4 – also Methan. 60 Prozent der Ursprungsenergie bleibt erhalten. Auch Abwasserentsorgungsunternehmen können aus Faulgasen Methan gewinnen und damit einen Beitrag zur speicherbaren Energieversorgung im ländlichen Raum beitragen. In Energiespeichern liegt der Schlüssel für die Energieversorgung von morgen.

Dieter Lindauer

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