Shoppen mal anders

Umweltfreundlich einkaufen; Foto: shutterstock

Jeder Deutsche produziert im Schnitt 10,4 Tonnen CO2 pro Jahr, wobei etwa die Hälfte durch unseren persönlichen Konsum verursacht wird. Ein Drittel der CO2-Emissionen entstehen durch unseren Energieverbrauch; der Rest geht zulasten unserer Mobilität. Wer seinen “CO2-Fußabdruck” verringern möchte, der kann mehr tun, als Recyclingpapier zu verwenden. Eine Internetseite zeigt wie.

Konsum belastet die Umwelt in unterschiedlichster Weise. Wer beim Einkaufen dennoch einen Beitrag zum Umweltschutz leisten möchte, dem sei die Website www.nachhaltig-einkaufen.de empfohlen. Sie will dabei helfen, den eigenen Konsum umweltgerechter und nachhaltiger zu gestalten.

Dabei geht es in den drei Kategorien “klimafreundlich & stromsparend”, “umweltfreundich & tierschützend” sowie “fair & sozial” um Ressourcenschutz, Einsparung von CO2-Emissionen oder fair gehandelte Produkte. Der interessierte Konsument findet Informationen aus den unterschiedlichsten Segmenten – von Lebensmitteln über Kleidung, Haushaltswaren, Möbeln bis zu Reisen und Kommunikationsmitteln.

So kann man beispielsweise beim Kauf von Lebensmitteln darauf achten, dass Produkte von regionalen Herstellern stammen – das spart Transportkosten und unterstützt die heimische Wertschöpfung. Rund ein Fünftel unserer Treibhausgasemissionen entstehen durch die Erzeugung, Verarbeitung, Lagerung, den Transport, die Kühlung und die Zubereitung von Lebensmitteln! Der Hauptverursacher von CO2 ist natürlich die Massentierhaltung und die Futtermittelproduktion, weshalb man darauf achten sollte, sich möglichst fleischarm zu ernähren. Gemüse und Obst sollten aus Freilandanbau stammen, da Treibhäuser nicht selten beheizt werden und Stromfresser sind. Rohprodukte wie Gemüse oder Eier sind weniger energieintensiv als weiterverarbeitete Produkte wie Käse oder Wurst. Auf Verpackungen sollte man möglichst verzichten.

Auch sonst ist nicht alles Jacke wie Hose beim Einkaufen. Wer sich umweltbewusst kleiden möchte, der kann Öko-Textilien kaufen, die aus biologischen Rohstoffen, gentechnikfrei und fair hergestellt werden, oder gleich in den Second-Hand-Shop gehen. Kaputte Kleider und Schuhe lassen sich eventuell reparieren. Beim Wäschewaschen sollte man das Energiesparprogramm wählen. Und auch viele weitere Geräte lassen sich energiesparend betreiben. Grundsätzlich sollte man Geräte, die nicht verwendet werden, ausschalten und auch den Stecker ziehen. Schon beim Kauf eines Geräts kann man auf dessen Energiebilanz achten – das schont nicht nur den Geldbeutel. So sind heute die meisten Kühlschränke mit der Energieffizienzklasse A ausgezeichnet. Auch den Kühlschrank regelmäßig abzutauen ist ratsam – eine dicke Eisschicht erhöht den Stromverbrauch.

Multimediageräte und Handys überfluten derzeit den Markt. Diese werden häufig in Asien hergestellt – unter widrigen Arbeitsbedingunge. Ein zwölf-Stunden-Arbeitstag bei nur minimalem Lohn sind keine Seltenheit. Und auch das Recycling funktioniert nicht so wie es sollte – unser Plastikschrott landet in den Länder der dritten Welt, wo er zum Teil verbrannt wird und die Gesundheit der Menschen und die Umwelt schädigt. Man kann beim Kauf eines Geräts beim Hersteller nach Umwelt- und Sozialstandards fragen und sich beispielsweise überlegen, ob es wirklich ein tolles, utramodernes Handy nach dem letzte Schrei sein muss oder ob man das alte Mobiltelefon nicht doch noch weiterbenutzen kann.

Diese und viele andere nützliche Hinweise und Tips finden sich auf der nachhaltigen Website, dazu unzählige spannende Links. Zudem gibt es Broschüren, Studien und Ratgeber zum downloaden. Übrigens ist www.nachhaltig-einkaufen.de nicht die einzige Website, die sich einem klima-, umwelt- und sozialverträglichen Konsum widmet. Wer ein wenig weiter im Netz stöbern möchte, dem seien www.eco-world.de oder www.oeko-fair.de empfohlen.

Josephin Lehnert

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