Sauberes und sicheres Wasser für Afrika

Was für uns selbstverständlich ist – sauberes Wasser, das quasi unbegrenzt aus der Leitung strömt – ist für ein Sechstel der Menschen auf diesem Planeten mit harter körperlicher Arbeit und großer Gefahr für Leib und Leben verbunden. In vielen Regionen Afrikas laufen die Frauen mehrere Stunden täglich durch ungeschütztes Land, um zu Wasserstellen zu gelangen. Von dort transportieren sie ihre 40 Kilo schweren Wasserbehälter zurück zu ihrem Heimatdorf.

Humanitäres und soziales Problem

In dieser Situation sind die afrikanischen Frauen gleich doppelt gefährdet: Überfälle auf dem Weg zur Wasserstelle sind keine Seltenheit und häufig ist das Wasser nicht nur verschmutzt, sondern auch verseucht.

80 Prozent aller Krankheiten und Seuchen werden durch verseuchtes Wasser und fehlende sanitäre Anlagen verursacht. Jährlich sterben mehr Menschen an durch verschmutztes Wasser hervorgerufenen Krankheiten als durch jegliche Form der Gewalt, einschließlich Krieg.

Darüber hinaus offenbart durch die ungenügende Wasserversorgung in Afrika auch ein soziales Problem: Wenn Wasserbeschaffung Frauenarbeit ist und Frauen und Mädchen einen Großteil ihres Tages mit Wasserholen beschäftigt sind, wann sollen Sie dann noch Lernen? Eine Schul- oder gar Ausbildung ist damit quasi unmöglich.

Ein Brunnen für 5.000 Dollar – unerreichbar für die meisten Afrikaner

An dieser Stelle setzt die Idee der US-amerikanischen Non-Profit-Organisation charity: water an. charity: water wurde im Jahr 2006 von Scott Hamilton, einem ehemaligen Nachtclub-Promoter aus New York City, gegründet und hat bereits über 1.500 Wasserprojekte in 16 Entwicklungsländern finanziert. Alle Spenden an charity: water werden zu 100 Prozent für die Finanzierung dieser Projekte verwendet.

Die Bohrung eines Brunnens kostet 5.000 US-Dollar – kein hoher Preis für genießbares Wasser mag man denken. Für die meisten Menschen in Afrika sind 5.000 Dollar aber eine unerreichbare Summe.

Grund genug für Jon Oringer, Gründer der Online-Bildagentur Shutterstock, ein Projekt von charity: water in Äthiopien zu unterstützen: „Durch unsere Partnerschaft mit charity: water wollen wir das Leben jener Menschen spürbar verändern, denen eine äußerst wichtige Lebensgrundlage fehlt: sauberes und sicheres Wasser“, sagt der Manager. So stellt Oringers Unternehmen der gemeinnützigen Organisation 60.000 Dollar zur Verfügung. Mit diesem Geld werden im Jahr 2010 insgesamt zwölf Brunnen gebaut, einer jeden Monat.

Auf der Website www.charitywater.org/shutterstock werden charity: water und Shutterstock das ganze Jahr über aktuelle Fotos, GPS-Koordinaten und Neuigkeiten aus den Gemeinden präsentieren, in denen die Brunnen gebaut werden.

Mehr über die Gründungsgeschichte von charity: water sehen Sie in diesem Video.

Jessica Schmidt

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