Österreichischer Klimaschutzpreis 2011: Die Gewinner

Tee von Sonnentor

Auch 2011 verlieh der Österreichische Rundfunk (ORF) wieder gemeinsam mit dem Lebensministerium und der Klimaschutzinitiative klima:aktiv den Österreichischen Klimaschutzpreis. Ausgezeichnet wurden dabei besondere Beiträge zum Klimaschutz in den vier Kategorien Landwirtschaft & Gewerbe, Industrie & Großbetriebe, Alltag & Ideen und Öffentliche Einrichtungen & Regionen. Rund 60.000 Leser des ORF-Servicemagazins „konkret“ und eine Expertenjury aus Wissenschaft, Wirtschaft, Medien, Umweltschutzorganisationen, öffentlichen Institutionen und Ländern kürten aus knapp 300 Teilnehmern folgende Gewinner:

In der Kategorie „Landwirtschaft & Gewerbe“ gewann die Sonnentor Kräuterhandelsgesellschaft aus dem Bezirk Zwettl im Waldviertler Kernland. Das von Johannes Gutmann gegründete Unternehmen verkauft Tee, Gewürze und andere Kräuterprodukte und achtet dabei – in enger Zusammenarbeit mit 150 Biobauern aus der Region – in allen Produktionsschritten streng auf Umwelt- und Klimaverträglichkeit.

Das Kärntner Unternehmen GriffnerHaus AG gewann mit seinem Bauprojekt Griffen Green – Energieautarkie ist möglich in der Kategorie „Industrie & Großbetriebe“. Im Rahmen des Projektes wurden zwei dreistöckige Holzgebäude mit insgesamt 18 Mietwohnungen errichtet, die dank Hackschnitzelheizung und Solarpaneelen keinerlei Fremdenergie benötigen. Das wirkt sich einerseits positiv auf das Klima und andererseits auch auf die Wohnnebenkosten aus. Außerdem erfüllen beziehungsweise übertreffen die autarken Wohnhäuser die bis 2019 vorgegebene EU-Gebäuderichtlinien und unterschritten dabei sogar die amtlich festgesetzten Baukosten.

Als Sieger in der Kategorie „Alltag & Ideen“ wurde die mobile Photovoltaik-Eisdiele der Schüler Benjamin Kohl und Andreas Krems ausgewählt. Im Rahmen ihrer Diplomarbeit an der HTBLA Weiz hatten die Beiden eine fahrbare Eisdiele entwickelt und gebaut, die das Speiseeis über Solarpaneele nur mit Hilfe von Sonnenenergie kühlt.

Für den Bergladen Vorderstoder erhielt der Verein Pro Vorderstoder den Klimaschutzpreis in der Kategorie „Öffentliche Einrichtungen & Regionen“. Nachdem der letzte Nahversorger des Dorfes geschlossen wurde, beschloss der Verein selbst die Initiative zu ergreifen und einen Laden zu eröffnen. Bei der Produktausstattung liegt der Schwerpunkt auf regionalen Produkten aus der näheren Umgebung, so ist beispielsweise jeden Freitag Bauerntag mit frischem Bauernbrot und anderen lokalen Köstlichkeiten. Außerdem wurden mit dem Bergladen Arbeitsplätze geschaffen und die Bewohner von Vorderstoder und Umgebung ersparen sich und der Umwelt viele Fahrtwege.

Matthias Schaffer

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