Lipowec: Ein Baum für jeden Gastroschirm

Herr Kummer, Geschäftsführer von Lipowec Sonnenschutztechnik, im Expertengespräch mit dem CleanEnergy Project. Unsere Gesprächsthemen: die Lipowec-Baumaktion, Nachhaltigkeit in der Gastronomie und Hotellerie sowie umweltfreundliche Wärmesysteme für den Freiluftbereich.

Das Traditionsunternehmen ist etablierter Partner für die Ausstattung gehobener Gastronomie- und Hotelleriebetriebe im gesamten deutschsprachigen Raum. Lipowec Gastrostar sorgt nun mit einer besonderen Aktion für Aufsehen in der Gastronomiebranche. Der Betrieb pflanzt für jeden verkauften Gastroschirm einen Baum und tritt somit den Beweis an, dass auch in der Gastronomieausstattung neue Wege möglich sind.

Herr Kummer, Ihr Unternehmen pflanzt einen Baum für jeden verkauften Schirm im Gastronomiebereich. Wie funktioniert diese Aktion im Detail?
Die von uns verkauften Gastronomieschirme und Sonnenschutzsysteme sind von bester Qualität. Zugleich sind wir uns auch bewusst, dass zu deren Herstellung natürliche Ressourcen benötigt werden. Unsere Sonnenschutzsysteme spenden Schatten und bieten Schutz vor dem Regen. Ihr natürliches Vorbild ist der Baum. In der Realität ist es für die Gastronomiebetriebe jedoch unmöglich, eigenständig Bäume in den Fußgängerzonen oder in den Hotelanlagen zu pflanzen. Hier setzt unsere Aktion an. Wir koppeln die Anzahl der von uns gepflanzten Bäume ganz einfach an die Anzahl der verkauften Sonnenschutzsysteme. So geben wir der Natur die Ressourcen zurück, die wir zuvor von ihr ausgeliehen haben. Das tatsächliche Pflanzen der Bäume übernimmt unser Partner der Lipowec-Baumaktion.

Wie reagieren Ihre Kunden auf die Lipowec-Baumaktion?
Äußerst positiv und offen. Mein Team und ich verbringen sehr viel Zeit mit unseren Kunden. Dabei haben wir festgestellt, dass die Menschen den Wunsch haben, etwas Positives für unsere Umwelt zu tun. Gleichzeitig haben sie das Dilemma, dass Ihnen die Möglichkeiten dazu fehlen. Durch unsere Aktion geben wir den Menschen die Gewissheit, dass jeder unserer Schirme für einen neu gepflanzten Baum steht. Wir denken momentan sogar darüber nach, die Lipowec-Baumaktion auf den Möbelbereich auszuweiten.

Gastronomie und Umweltschutz stehen immer wieder im Widerspruch zueinander. Welche Lösungen bietet Sie bei Lipowec an?
Gerade die kalte Jahreszeit stellt die Gastronomen alljährlich vor neue Herausforderungen. Das trifft besonders auf die Outdoor-Gastronomie zu. Hier wurden bisher oftmals Geld und Energie mit gasbetriebenen Heizstrahlern und ähnlichen Vorrichtungen verschwendet. Die produzierte Wärme verpufft dabei jedoch geradezu wirkungslos.

Gibt es dazu eine Alternative?
Definitiv. Wir arbeiten seit mehreren Jahren mit einem umweltfreundlichen Wärmesystem. Diese Lösung funktioniert auf Infrarotbasis. Dabei werden über 90 Prozent der eingesetzten Energie in Wärme umgewandelt, aber keine Emissionen freigesetzt. Die Geräte arbeiten sehr effizient. Verglichen mit Gasheizstrahlern sparen unsere Kunden dadurch 90 Prozent der Heizkosten ein, weil es keinen Wärmeverlust durch Wind oder Luftzug mehr gibt. Auch hier arbeiten wir konsequent an einer weitern Reduzierung des Energieverbrauchs.

Ihr Unternehmen steht für traditionelle Werte. Wie geht Lipowec mit dem Thema „Nachhaltigkeit und Umweltschutz“ um? Lassen sich Tradition und Umweltschutz vereinbaren?
Lipowec wurde 1918 gegründet. Entsprechend groß sind unsere Erfahrung und unsere Verantwortung als Unternehmen. Wir betrachten unsere Tradition als solide Basis für zukunftsorientierte Lösungen. So achten zum Beispiel unsere Mitarbeiter in der Tischlerei bei der Auswahl des Holzes genau auf dessen Herkunft. Im administrativen Bereich konnten wir den Aufwand in den vergangenen Jahren deutlich senken. Gegenwärtig stellen wir unseren Fuhrpark auf umweltfreundlichere Fahrzeuge um.

Herr Kummer, herzlichen Dank für das Gespräch.
Joachim Kern

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