Klimaschutz im Sport

Sport macht Spaß, ist gesund und fördert die sozialen, körperlichen sowie geistigen Fähigkeiten. Andererseits kann er aber auch die Umwelt in Mitleiderschaft ziehen. So belasten zum Beispiel marode Sportstätten aus den 1960er Jahren, sowie Reisen der Sportler und Fans zu Großveranstaltungen, aufgrund ihres hohen Energiebedarfs, das Klima. Dabei würde sich der Sport hervorragend als Vorbild für den Klimaschutz eignen. Denn durch verschiedne Maßnahmen ließen sich nicht nur Kosten sparen und Emissionen reduzieren, auch ein Millionenpublikum könnte gleichzeitig für den Schutz des Klimas gewonnen werden.

Das dachte sich wohl auch der Deutsche Olympische Sport Bund (DOSB) und rief die Kampagne „Klimaschutz im Sport“ ins Leben. Diese setzt ihre Schwerpunkte auf nachhaltige Mobilität und Sportstättenbau, Umweltbildung und Umweltkommunikation und wird vom Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit (BMU) mit rund 27.000 Euro gefördert. Sie ist auf zweieinhalb Jahre angelegt und wird von einer Arbeitsgruppe begleitet, die sich aus Vertretern aus Sport- und Umweltorganisationen sowie einigen Wissenschaftlern zusammensetzt.

Mit verschiedenen Aktionen – zum Beispiel einem Klima-Wettbewerb für Sportvereine – motiviert der DOSB (Profi-)Sportler und Fans, sich aktiv für das Klima stark zu machen. Auf seiner Kampagnen-Website gibt er unter anderem Ratschläge für energetische Sanierungsmaßnahmen für Sportstätten oder rät Veranstaltungsplanern, auf  Fairtrade- und regionale Produkte sowie auf Mehrweg- statt Einwegflaschen und Einweggeschirr zurückzugreifen.

Für Reisen zu einem Wettkampf oder einem Trainingscamp regt der DOSB an, den persönlichen CO2-Ausstoß berechnen zu lassen und durch Ausgleichszahlungen zu kompensieren. Bei diesem Kompensationsverfahren werden die durch die Reisetätigkeit ausgestoßenen CO2-Emissionen in Euro umgerechnet (0,4 Tonnen CO2 entsprechen zehn Euro) und das Geld an Projekte gespendet, die CO2 reduzieren und so das Klima schonen.

Mit 90 Verbänden, 90.000 Vereinen und 27 Millionen aktiven Sportlern in Deutschland kann der Sport – unter dem Dach des DOSB – also viel für den Klimaschutz bewegen.

Felicitas Wagner

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