Ist Uran ein Land?

Uran, „ein chemisches Element mit der Abkürzung U und der Ordnungszahl 92 im Periodensystem“ (Wikipedia), ist ein wesentlicher Bestandteil zur Erzeugung von Atomkraft. Woher kommt das Uran, und was geschieht auf dem Weg zwischen Abbau, zum Beispiel in Australien, und Ankunft in einem deutschen Atomkraftwerk? Wenige sind sich der katastrophalen Auswirkungen des Abbaus bewusst (siehe Beitrag „Verheerender Uranabbau“) oder kennen die Transportwege des Uran.

Der Film „Nuking the Climate – Eine Spurensuche der Herkunft von Uran“ gibt einen erschreckenden Überblick über die verheerenden Auswirkungen des Uranabbaus. Großflächige Umweltzerstörung, verseuchtes Wasser, enormer Wasserverbrauch (35 Millionen Liter pro Tag für nur eine Uran-Abbaustätte). All das, damit einige wenige Manager Unsummen von Profiten machen können. All das, obwohl es bewiesen ist, dass wir Atomkraft nicht benötigen, um unseren Energiebedarf zu füllen.

„Tatbestand ist, dass erneuerbare Energien innerhalb der nächsten 15 Jahre auf jeden Fall preiswerter [als Atomkraft] werden. Spätestens im Jahr 2020 werden die erneuerbaren Energien im Schnitt preisgünstiger sein,“ so Michael Müller, SPD (am Ende des Films im Interview zu sehen).

Politiker werden ihre Ansichten über Atomkraft allerdings nur ändern, wenn sie bei Wahlen empfindlich spüren, was den Bürgerinnen und Bürgern wichtig ist, so Klaus Traube, ein ehemaliger Manager der Atomenergie, ebenfalls bei einem Interview im Film.

Gut, dass wir bald Wahlen haben!

Maiken Winter

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