Innovationspreise für Klima und Umwelt verliehen

Zum ersten Mal wurden diese Woche in Berlin deutsche Unternehmen und Forschungs-einrichtungen mit dem Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) ausgezeichnet. Gemeinsam prämieren das Bundesumweltministerium und der Bundesverband der Deutschen Industrie e.V. (BDI) Innovationen, die Wirtschaftlichkeit sowie Klima- und Umweltschutz vorbildlich vereinen. Eine zehnköpfige Jury unter dem Vorsitz von Prof. Dr. Klaus Töpfer wählte die sechs Preisträger aus. Die wissenschaftliche Bewertung erfolgte durch das Fraunhofer-Institut für System- und Innovationsforschung ISI in Karlsruhe.

Gesucht wurden Technologien, Techniken, Verfahren und Prozesse sowie Produkte, Dienstleistungen und Geschäftsmodelle, die Klima und Umwelt schützen sowie zu Beschäftigung und Wachstum in Deutschland beitragen.

Das Bundesumweltministerium und der BDI wollen mit der Preisverleihung herausragende Leistungen in diesem Bereich hervorheben, um das Engagement der deutschen Industrie beim Klima-, Umwelt- und Ressourcenschutz zu würdigen und zu stärken. Insgesamt waren 145 Bewerbungen von Unternehmen und Forschungseinrichtungen für den ersten IKU eingegangen. Der Preis wird mit Förderung der Klimaschutzinitiative des BMU in insgesamt fünf mit jeweils 25.000 Euro dotierten Kategorien vergeben:

In der Kategorie „Prozessinnovationen für den Klimaschutz“ siegte die Zenergy Power GmbH, die durch eine induktive Blockerwärmung auf Basis von Supraleittechnologie den Energieverbrauch bei der Metallerwärmung halbiert. Die BSH Bosch und Siemens Hausgeräte GmbH erreicht mit einem Zeolith nutzenden Trocknungssystem höchste Energieeffizienz von Geschirrspülern, was ihr die Auszeichnung in der Kategorie „Produkt- und Dienstleistungsinnovationen für den Klimaschutz“ einbrachte. Im Bereich „Umweltfreundliche Technologien“ gab es gleich zwei Preisträger: Die Dr.-Ing. Werner Neu Verfahrenstechnik GmbH erforschte ein energiesparendes und wirtschaftliches Polymerverarbeitungsverfahren zur Herstellung von Kunststoffteilen; Prof. Dr.-Ing. Peer Haller von der Technischen Universität Dresden entwickelte ein Fertigungsverfahren für faser- und textilbewehrte Formholzprofile.

Die Kategorie „Umweltfreundliche Produkte und Dienstleistungen“ entschied die Siemens AG mit der derzeit größten und effizientesten Gasturbine der Welt für sich. Der Preis für „Klima- und Umweltschutztechnologietransfer in Entwicklungs- und Schwellenländer und Staaten Osteuropas“ ging an die Powitec Intelligent Technologies GmbH, die durch selbstlernende Software in Kombination mit optischen und akustischen Sensoren eine Optimierung von Großkraftwerken ermöglicht.

Ab sofort können Interessenten sich für den nächsten Innovationspreis für Klima und Umwelt (IKU) bewerben. Die Bewerbungsfrist endet am 20. Mai 2010.

Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit

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