Hotelprojekt Arche

Pflanzen; Foto: shutterstock

Der steigende Meeresspiegel in Zusammenhang mit dem Klimawandel lässt Architekten umdenken. So plante der russische Architekt Alexander Remizow ein nachhaltiges Hotel, das sowohl auf dem Meer schwimmen kann als auch für die Errichtung an Land geeignet ist.

The Ark – die Arche – heißt das futuristische Hotel, das schon im Namen auf seine Funktion hinweist. Als letzte Zuflucht kann es bei steigendem Meeresspiegel auf dem Wasser schwimmen. Schon das klingt nach Zukunftsmusik, doch damit nicht genug. Das runde Gebäude, das zur Hälfte aus dem Wasser ragen soll, ist energieeffizient und Ressourcen sparend geplant. Es wird durch hölzerne Bögen aufgespannt und mit einer selbst reinigenden Folie bedeckt. Stahlseile verleihen der Konstruktion Stabilität. In nur drei bis vier Monaten kann es aus vorgefertigten Teilen zusammengebaut werden. Bei der Landversion fällt die untere Hälfte weg, so dass das Gebäude mit einer Grundfläche von 2.900 Quadratmetern bogenförmig aufragt.

Das Leben in dem Haus soll unabhängig sein. Dazu verfügt der Gebäudekomplex über Sonnenkollektoren, Regensammler, Windgeneratoren und Wärmepumpen. In der unteren Hälfte werden thermische sowie Solar- und Windenergie gespeichert und in Elektrizität umgewandelt. Im Inneren des Hotels wächst ein grüner Urwald.

Den Entwurf hat Remizows Büro Remistudio in Verbindung mit dem Programm „Architecture for Disasters Relief“ der internationalen Architektenvereinigung Union Internationale des Architectes UIA erstellt. Zurzeit ist Alexander Remizow auf der Suche nach Sponsoren für sein Projekt. Die Kosten werden laut dem russischen Architekten denen eines energiesparenden Hauses entsprechen und abhängig von der Region sein, in der es errichtet wird. Zuerst sei die Errichtung in südlichen Regionen vorgesehen.

Judith Kronberg

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