Greenpeace begrünt Facebook

Green on Facebook; Bild: Screen shot

Nach der 20 Monate dauernden Greenpeace-Kampagne „Unfriend Coal“ hat der Social-Network-Riese Facebook öffentlich erklärt, dass er zukünftig vermehrt auf erneuerbare Energien setzen wird. Alles begann mit einem TV-Spot, der im US-Bundesstaat Kalifornien – wo sich das Facebook-Hauptquartier befindet – ausgestrahlt wurde. Darin zeigte sich Greenpeace Facebook zwar nicht grundsätzlich abgeneigt, forderte den Konzern aber zu einer umgehenden Wende in der Energiepolitik auf.

Da der Betrieb einer Plattform mit hunderten Millionen Nutzern enorme Energiemengen verschlingt, ist es umso wichtiger derartige Konzerne zu einer nachhaltigeren Energiepolitik zu bewegen. Dass Facebook bislang zwar auf Energieeffizienz achtete, aber beispielsweise ein Großteil des Stromes für das Rechenzentrum in Oregon aus Kohlekraftwerken stammte, war Greenpeace da natürlich ein Dorn im Auge.

Victory!

Und Beharrlichkeit zahlt sich aus. Denn wie Facebook unlängst auf der Seite Green on Facebook bekannt gab, will der Konzern als Folge des jahrelangen Protests nun tatsächlich mit seinen Stromversorgern über einen höheren Anteil erneuerbarer Energien verhandeln. Außerdem wird das Energieeffizienz-Forschungsprogramm Open Compute Project fortgesetzt und steht auch anderen Unternehmen zur freien Verfügung.

Greenpeace zeigt sich sehr erfreut über das Einlenken des Online-Riesen und bedankt sich bei den rund 700.000 Unterstützern und Aktivisten aus aller Welt, die maßgeblich zum Erfolg der Kampagne beigetragen haben. Gemeinsam mit Facebook will die Umweltschutzorganisation zukünftig erneuerbare Energien bewerben und über die Plattform möglichst viele Menschen zum Energiesparen und zu einer nachhaltigeren Lebensweise bewegen.

Google & Co.

Natürlich möchte Greenpeace nun auch weitere große IT-Unternehmen zu einer ökologischeren Energiepolitik bewegen. Und dieses Bestreben könnte durchaus Erfolg haben, denn Facebook ist durchaus nicht der einzige Online-Konzern, der sich – nach jahrelanger Kritik – um ein möglichst grünes Image bemüht. Im Sommer hatte Google endlich konkrete Zahlen zum firmeneigenen Stromverbrauch veröffentlicht und darin alle Google-Dienste als kohlendioxidneutral bezeichnet.

Matthias Schaffer

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