EU Beschluss: Weg mit den Plastiktüten

Weltweit werden pro Jahr mehr als eine Billion Plastiktüten produziert, 100 Milliarden davon allein in Europa. Durch die Herstellung werden mehr als 60 Millionen Tonnen CO2  freigesetzt. Neben dem gewaltigen Ressourcenverbrauch hat diese Plastikflut verheerende Auswirkungen auf die Tier- und Pflanzenwelt.

Unterhändler der 28 EU-Mitgliedstaaten, des Europaparlaments und der Brüsseler Kommission haben sich nun auf einen Kompromiss geeinigt, um den Verbrauch von Plastiktüten einzudämmen. Den EU-Mitgliedsländern werden dabei zwei Vorgehensweisen zur Auswahl gegeben: Entweder sie beschränken den Verbrauch bereits im Handel auf ein Maximum oder sie belegen die Tüten ab 2017 mit einer Abgabe.

Momentan werden pro Jahr und Kopf in der EU ungefähr 200 Plastiktüten verbraucht. Im ersten Schritt könnte dieser Verbrauch zunächst bis 2019 auf maximal 90 Tüten verringert werden, bis 2025 dürfte man dann sogar nur noch 45 Tüten verwenden. Die andere Möglichkeit zur Reduzierung wäre eine Abgabegebühr oder eine „Plastiksteuer“, wie sie bereits seit Jahren erfolgreich in Irland angewendet wird. Dort fiel der Verbrauch nach der Einführung der Umweltsteuer auf Plastiktüten um 90 Prozent.

Am Freitag, den 21. November 2014 müssen die Abgeordneten der EU-Länder diese Einigung bestätigen, erst dann gilt sie offiziell.  Die dänische Politikerin der Grünen Margrete Auken sagte dazu, falls die Einigung komme, sei dies ein historischer Schritt für die EU.

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