Ethischer Schmuck von Ute Decker

ethischer Schmuck

Fair-Trade-Gold, recyceltes Silber und umweltfreundliches Bioharz stehen im krassen Gegensatz zu Blutdiamanten und dem rücksichtslosen Einsatz von Quecksilber bei der herkömmlichen Goldgewinnung. Die Schmuckkünstlerin Ute Decker beweist, dass der Gedanke der Nachhaltigkeit und gestalterische Qualität ein harmonisches Resultat hervorbringen. Sie zählt zu den Leitfiguren der Ethical-Jewellery-Bewegung.

Der Schmuck. Die Schmuckskulpturen von Ute Decker erfreuen in ihrer minimalistischen Ausprägung zweifellos das Auge. Organische und architektonische Formen prägen die in limitierter Auflage hergestellten Schmuckstücke. Hier ist tatsächlich alles Gold und Silber, was glänzt. Der Unterschied zu herkömmlich produzierten Schmuckstücken offenbart sich dem Betrachter erst bei genauerer Betrachtung der Preziosen.

So verwendet die in London lebende deutsche Künstlerin etwa ausschließlich recyceltes Silber. Auch das eingesetzte Gold ist mit einem speziellen Stempel versehen, der das seltene Edelmetall als Fair-Trade-Gold kennzeichnet. Anstelle des in der Schmuckbranche üblichen giftigen Kunstharzes vertraut die Künstlerin auf umweltfreundliches Bioharz. Dieses wird aus Sonnenblumen gewonnen.

Ethical Jewellery. Eine steigende Anzahl weitsichtiger Schmuckhersteller legt verstärkt Wert darauf, unbedenkliches oder recyceltes Ausgangsmaterial zu verwenden. Besonders britische Schmuckdesigner widmen sich dieser Thematik und stellen hohe Ansprüche an die Qualität ihrer Rohstoffe. Dazu zählt etwa auch die lückenlose Dokumentation der Zulieferkette auf freiwilliger Basis. Gleichzeitig setzt sich diese Gruppe der Kreativen auch für eine größere soziale Verantwortung gegenüber den Lieferanten der Edelmetalle und Schmucksteine ein.

Fair-Trade-Gold ist an einem speziellen Stempel erkennbar. Bei seiner Gewinnung muss eine Fülle an ökologisch und sozial orientierten Vorgaben erfüllt werden. So ist etwa der Einsatz von Chemikalien zu seiner Gewinnung strengstens untersagt. Kinderarbeit ist ebenso verboten wie die rücksichtslose Ausbeutung der Natur. Noch deckt Fair-Trade-Gold nur einen geringen Teil des weltweiten Goldmarkts ab. Die Nachfrage der Schmuckgestalter übersteigt jedoch bereits heute das momentane Angebot an dem fair gewonnenen Edelmetall mit der Ordnungszahl 79.

Ute Decker ist eine der Vorreiterinnen dieser jungen Strömung innerhalb der Schmuckbranche. Sie bekennt sich zu einem nachhaltigen Umgang mit den Werkstoffen und bringt ihre Einstellung auch formal in der Formgebung ihres Schmucks zum Ausdruck. Die Designerin veröffentlicht laufend Artikel zu diesem brisanten Thema und leistet auch auf ihrer Website wertvolle Aufklärungsarbeit.

Joachim Kern

Add comment

Über das CleanEnergy Project

Das CleanEnergy Project ist ein non-profit Online-Magazin für alle Menschen auf der Suche nach mehr Nachhaltigkeit.

Das Team von CleanEnergy Project will Gestalter und nicht nur Zuschauer unserer Zeit sein.

Wir heißen alle willkommen, die sich uns als Autoren unserer Zeit anschließen möchten und bieten dafür unsere Plattform, das CleanEnergy Project.